Donnerstag, 2. Oktober 2014

...und zweitens, als man denkt von Kera Jung















Inhalt:

Endlich hat sich der ersehnte Nachwuchs angekündigt. Michael Rogers und seine Verlobte Stephanie Grace sind selig vor Glück, was nur durch eine grandiose Hochzeit gekrönt werden könnte – obwohl Stevie nicht unbedingt Wert darauf legt.

Nur seit wann lässt sich der attraktive Anwalt bremsen, wenn er sich erst einmal etwas in den Kopf gesetzt hat? Das Happy End scheint somit in greifbarer Nähe, alles deutet darauf hin, dass die Liebe der beiden in dem erhofften Idyll mündet.

Doch dann schlägt das Schicksal gnadenlos zu. Und es hält nicht inne, bis alles – wirklich alles -, was das Paar zu haben glaubte, in Schutt und Asche liegt.
Endgültig?
(Quelle Amazon)



Beurteilung:

Ich war mehr als gespannt auf die Fortsetzung, denn eigentlich gab es ja indirekt schon ein Happy End in „Erstens kommt es anders…“. Aber was Kera Jung hier geschaffen hat, überstieg meine Vorstellungskraft, denn mit so einer Wendung hab ich in meinen kühnsten Träumen nicht gerechnet…

Was tun, wenn der „Feind“ in den eigenen Reihen zu finden ist? Wenn der Selbstzweifel und Misstrauen plötzlich überhand nehmen und das Schicksal wirklich nichts, aber auch gar nichts auslässt?

Wieder sehr emotional beschreibt Kera Jung die Schicksalsschläge und Intrigen im Leben von Stephanie Grace, deren Opfer sie unverschuldet wird. Wobei … . Der Leser hat auf jeden Fall eine Menge an Emotionen beim Lesen zu verarbeiten, da er innerhalb weniger Seiten wieder voll in das Gefühlsleben von Stevie und Michael integriert wird. Sowohl Tränen, Wut aber auch Verzweiflung macht sich beim Lesen breit, da man als Leser am liebsten in das Geschehen eingreifen möchte und die Hauptprotagonisten an den Schultern packen und schütteln, sowie sie über die Wahrheit aufklären möchte.

Besessenheit, Selbstzweifel, „Kopf in den Sand stecken“, Intrigen und Machtkämpfe dominieren dieses wieder außergewöhnliche Werk… Dinge, die auch im wirklichen Leben so passieren können. Kera Jung gelingt dies sehr authentisch, einfühlsam und bildhaft darzustellen.

Durch die personalisierte Erzählform, sowohl aus der Sicht von Stephanie Grace, als auch von Michael Rogers, identifiziert sich der Leser unweigerlich mit den Geschehnissen und den Protagonisten. Er leidet, hofft und bangt mit ihnen.

Der bereits bekannte sehr fesselnde und ausdruckstarke Schreibstil der Autorin trägt sein übriges dazu bei. Wie im Nu vergehen die Lesestunden, da man unbedingt wissen muss, welche Wendungen das Schicksal noch so auf Lager hat und ob es am Ende vielleicht doch noch zu einem Happy End kommt. … Nur so viel: es kommt anders als man denkt!

Das Cover ist fast gleich geblieben. Während im ersten Teil „Erstens kommt es anders…“ die Bank noch vor einem strahlenden hellblauen Hintergrund/Himmel steht, wird sie in „… und zweitens, als man denkt“ vor einen grauen, wolkenverhangenen Himmel/Hintergrund platziert. Genauso düster und bedrohlich, wie auch die Wendungen in der Liebesgeschichte. Sehr gelungen!

Da der Plot um Michael Rogers und Stephanie Grace in den Büchern „Erstens kommt es anders…“ „… und zweitens, als man denkt“ aufeinander aufbaut, empfiehlt es sich diese auch chronologisch zu lesen, um die Hintergründe, Konstellationen und Querverweise besser verstehen und folgen zu können.


Ein äußerst gelungenes Werk von Kera Jung: sehr emotional und fesselnd.

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