Montag, 27. Oktober 2014

Immer wieder samstags von Don Both
















Inhalt:

Mia Engel, siebzehn Jahre jung, mollig, überzeugte Brillenträgerin, aus ärmlichen Verhältnissen kommend, oder kurz der Truthahn genannt, ist der Innbegriff eines unbeliebten Teenagers.

Als würde dies noch nicht reichen, ist sie seit der ersten Klasse unsterblich in Aufreißer und absoluten Obermacho Tristan „sexy“ Wrangler verliebt – natürlich ohne jegliche Erwiderung des arroganten Gottes. Durch einen alkoholverursachten Unfall findet dieser sich eines Morgens mit dem Truthahn in seinen Armen wieder, was für sein kostbares Image den absoluten Super-Gau bedeutet.

„Immer wieder samstags“ merkt er aber, dass Mia, obwohl sie nicht dem perfekten Supermodelbild entspricht, welches er im Bett normalerweise bevorzugt, andere Qualitäten besitzt und darüber hinaus auch die Macht, ihn ganz ohne Vorsatz um den hormongebeutelten Versand zu bringen …
(Quelle Amazon)



Beurteilung:

Don Both besticht in diesem Buch mit einer vulgären Ausdrucksweise ihrer Protagonisten, die jedoch nach „einlesen“ in das Werk mehr als passend ist. Durch ihre Wortwahl trifft sie genau den Nerv des 18jährigen Tristan Wrangler. Die Gedankenwelt und die bis dato verborgenen wahren Charakterzüge des sexy Aufreißers werden dadurch dem Leser mehr als nahe gebracht, so dass eine Identifikation mit dem Macho unweigerlich stattfinden kann. Aber auch der Gegenpol zu Tristan, die schüchterne, intorvertierte Mia Engel wird sehr authentisch und realistisch dargestellt. Sowohl in Tristan wie auch in Mia kann der Leser eigene Erfahrungen aus seiner „Erwachsenwerdenphase“ finden: sei es Selbstzweifel, Komplexe, Hass, Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation, aber auch die Unsicherheit mit den eigenen Gefühlen umzugehen …: Eigene Selbstüberschätzung trifft auf unbegründetes Selbstzulänglichkeitsgefühl und Selbstzweifel.

Die Autorin schafft es den Leser durch den Wechsel der Erzählperspektive zwischen den beiden Hauptfiguren in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Teenager zu entführen und an den Plot zu fesseln.

„Immer wieder samstags“ beschreibt eine Teenagerliebe, die im Verborgenen stattfindet und lang verborgene Gefühle und Ängste an die Oberfläche befördert, mit denen keiner der Protagonisten gerechnet hätte. Trotz, oder gerade wegen der Wortwahl sehr authentisch und realistisch dargestellt. Aber auch die Emotionen kommen beim Lesen nicht zu kurz: der Leser leidet, hofft, weint, hasst und liebt mit den Beiden.

Das Ende ist ein wahrer Cliffhanger… die Entsetzung ist dem Leser wahrlich ins Gesicht geschrieben. Dadurch „nötigt“ Don Both den Leser regelrecht dazu ohne Umwege sich den 2. Teil „Immer wieder samstags reloaded“ unverzüglich zu holen, denn ist man einmal in den Bann von Tristan und Mia geraten, kommt man davon nicht mehr weg…


Zusammenfassend ist zu sagen, dass Don Both hier wieder ein wahres Meisterwerk gelungen ist, welches an Lesevergnügen kaum zu übertreffen ist, da sowohl Spannung, Dramatik und Gefühle mehr als gelungen kombiniert wurden. Ein sehr gelungenes Buch, das den Leser in die Welt des 18jährigen Tristan und der 17jährigen Mia entführt und zeitgleich zum Träumen einlädt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen