Samstag, 26. März 2016

Sklavin der Finsternis von Lisa Skydla



Taschenbuch 9,99€
eBook (Kindle Editon) 4,99€
300 Seiten
ISBN-10: 1493771728
ISBN-13: 978-1493771721







Inhalt

Angelique hatte sich ihr erstes Live-Rollen-Spiel so anders vorgestellt. Auf keinen Fall hatte sie mit dem Hass der anderen Spieler gerechnet. Wie war sie bloß hier herein gerutscht? Und was hat es mit dem mysteriösen, dunklen Lord auf sich, der ihr nicht mehr aus dem Sinn geht? Aber es ist doch alles nur ein Spiel, auch die dominante Art oder etwa nicht? Angelique fängt an, an ihrem Verstand zu zweifeln, als der dunkle Lord eine Weile nach dem Event nachts in ihrer Wohnung steht und von ihr verlangt seine Sklavin zu werden. Oder sollte sie in diesem Fall einfach mal auf ihr Herz hören, statt auf ihren Verstand?
(Klappentext)


Beurteilung

Wer ist Freund und wer ist Feind? Und was verbirgt sich in Wahrheit hinter diesem Rollenspiel und hinter dem dunklen Lord? Weshalb steht auf einmal Angelique im Mittelpunkt einer „Hetzjagd“? Können echte wahre Gefühle alles überwinden und den Weg in eine gemeinsame Zukunft ebnen?

Zwar weist die Autorin Lisa Skydla auch hier wieder einen flüssigen und angenehmen Schreibstil auf, jedoch überzeugte mich in diesem Fall der Plot nicht wie gewohnt. Bei „Die Sklavin der Finsternis“ handelt es sich ja bekanntlich um ihren ersten Schritt in Richtung Fantasy. Betrachtet man diesen Fantasy-Roman mit den Folgenden wie z.B. „Cassandra – Sklavin des Wassermanns“ oder ihrer „Elementals“-Reihe kann man eine starke Entwicklung feststellen.

Für mich stellten sich die Protagonisten gewiss sympathisch und teilweise realistisch dar, jedoch fehlte mir das gewisse Etwas um mich ganz auf Angelique und den dunklen Lord einzulassen. Ich konnte mich nicht so mit beiden ein stückweit identifizieren, wie ich es von ihren anderen Werken gewohnt bin, trotz der angewandten personalisierten Erzählperspektive.

Das Grundgerüst des Plot ist gut, gar keine Frage, dennoch blieben für meine Geschmack zu viele Fragen offen – gerade am Ende bei der Katastrophe.


Zusammenfassung

Der Schreibstil der Autorin Lisa Skydla ist angenehm und flüssig. Der Plot konnte mich nicht vollends überzeugen, auch wenn sehr gute Ansätze in ihm zu erkennen sind, deren Umsetzung jedoch im Vergleich mit ihren späteren Werken für mich nicht zufriedenstellend war.
Nichtsdestotrotz möchte ich auch dieses Buch nicht missen, denn „aller Anfang ist schwer“.


Danke, Lisa Skydla, für das Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 24. März 2016

Die Gespensterfabrik von Peter Nimtsch




Taschenbuch  12,-€
eBook (Kindle-Edition) 0,99€
446 Seiten

ISBN-10: 1523497017
ISBN-13: 978-1523497010





Inhalt


Die Nachtdienste im einsamen dritten Stock des Hightech-Pflegediscounters HCC treiben die sechsundzwanzigjährige Altenpflegerin Nicole an den Rand des Wahnsinns.
Ein für tot erklärter Heimbewohner steht wieder auf, geistig Verwirrte töten sich auf grässliche Weise selbst, Serviceroboter tun nicht das, was sie sollen. Dier Einzige, der sich für die allmählich überhandnehmenden, unerklärlichen Phänomenen zu interessieren scheint, ist der neue Wachmann mit dem Narbengesicht.
Als „Gespensterfabriken“ bezeichnen die Medien die Filialen der HCC-Kette – riesige Gebäude mit Maschinen, die über gespenstisch leere Flure wuseln. Hauptkommissar Berg ermittelt undercover in einem dieser Pflegeheime. Doch das, was im verbotenen zweiten Untergeschoss vor sich geht, lässt seinen Einsatz entgleisen. Berg muss alles riskieren, um ein ungeahntes Blutbad zu beenden …
(Klappentext)


Beurteilung

An ein komplett anderes Genre wagte ich mich nach der Anfrage des Autors Peter Nimtsch über meinen Buchblog. Von Psychothriller habe ich bis jetzt etwas Abstand gehalten, kann ich doch nicht mal im Fernsehen Horrorfilme jeglicher Art anschauen. Aber meine Skepsis wurde belohnt:


Beschreibt der Autor hier eine etwaige Zukunft? Werden Maschinen die Pflege größtenteils in naher Zukunft übernehmen? Und wer kontrolliert dies? Werden dunkle Machenschaften, Geldgier und Prestigeansehen Menschen, Gefühle und klaren Menschenverstand komplett verdrängen können? Und kann man dem neuen Wachmann trauen? Wer ist Freund und wer Feind? Wer ist in dieser „Geisterfabrik“ involviert und gibt es ein Entrinnen?

Der Psychothriller-Autor Peter Nimtsch überzeugte mich mit einem sehr flüssigen, bildlichen und angenehmen Schreibstil. Seine Wortwahl, seine stilistischen Mitteln und sein Plot waren mehr als gut durchdacht, als auch bewusst gewählt und eingesetzt. Innerhalb weniger Seiten bannte er mich an sein Werk. Dabei wechselten sich beim Lesen Faszination und Entsetzen regelmässig ab.

Bis zum Ende war für mich als Leser mehr als undurchsichtig, wer jetzt auf welcher Seite stand, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehörte… Durch den bildlichen und sehr emotionalen, sowie spannungsgeladenen Erzählstil fesselt der Autor seine Leser an sein Werk. Ein Weglegen der knapp 500 Seiten ist nur sehr schwerlich möglich, da Peter Nimtsch an den richtigen Stellen mit Spannung, Dramatik und Gefühlen eine Punktlandung landet.

Aber auch durch den personalisierten Erzählstil im Wechsel zwischen den beiden Hauptprotagonisten der ungewollt integrierten 26jährigen Nachtschwester Nicole und dem Undercoverkommissar Berg erhält der Leser zusätzliche Hintergrundinformationen, sowie einen sehr guten Einblick in die jeweilige Gefühlslage der Protagonisten. Somit erlebt man als Leser den „Wahnsinn“ beim Lesen live mit – Gänsehautfeeling inbegriffen.

Das Ende… nicht wirklich abgeschlossen. So bleiben doch noch einige essentielle Fragen offen. Könnte ein Hinweis auf eine Fortsetzung sein – wer weiß…

Ich durchlebte beim Lesen Faszination, Entsetzen, Wut, Angst, Verzweiflung, Hoffnung … .  Auch regt dieses Werk sehr zum Nachdenken an – in wie weit spricht man hier von Fiktion und welche Züge lassen sich evtl. bereits in unserer Gesellschaft erkennen?!



Zusammenfassung

Mehr als gelungen! Der Autor Peter Nimtsch überzeugt mit schriftstellerischem Können auf ganzer Linie. An den richtigen Stellen jongliert er mit Dramatik, Entsetzen, Spannung und Verwirrung – und bindet so seinen Leser mehr und mehr an sein Werk. Verstärkt wird dies durch seinen angewandten personalisierten Erzählstil und seinem sehr gut durchdachten Plot.

Eine absolute Empfehlung für alle Psychothriller-Fans. Mich als Fremd-Genre-Leserin hat Peter Nimtsch auf jeden Fall überzeugt!


Vielen Dank, Peter Nimtsch, für die Anfrage und die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Diesen Ausflug in ein „Fremdgenre“ möchte ich nicht mehr missen.



Mittwoch, 2. März 2016

Auch wenn du mich vergisst von Eva Maria Klima





eBook (Kindle Edition) 2,99€
Taschenbuch 9,99€









Inhalt

Als die alleinerziehende Mutter und Hobbyautorin Evelin zu Recherchezwecken nach Berlin fährt, beschließt sie, ihre Schwester zu besuchen, um die alten Streitigkeiten zwischen ihnen ein für alle Mal zu begraben. Dort begegnet sie Samuel, einem äußerst attraktiven und charismatischen Mann und erlebt eine heiße Nacht mit ihm.
Samuel fühlt sich auf wundersame Weise von Evelin und ihrem Leben angezogen. Ihm wird jedoch schnell klar, dass er seine sexuelle Vorlieben mit ihr nie ausleben könnte. Daher findet er einen Kompromiss, der ihm als die perfekte Lösung erscheint:
Eine Frau für den Körper du eine für die Seele. Doch kann das funktionieren?
(Klappentext – Quelle Amazon)


Beurteilung

Was, wenn das Schicksal immer wieder unverhofft zuschlägt? Wenn man sich bis jetzt meist nur auf sich selbst verlassen konnte? Wie weit ist man dann noch in der Lage Hilfe anzunehmen und sich zu öffnen? Wieviel kann ein Mensch aushalten ohne zu zerbrechen? Nicht immer ist es von Vorteil sein Herz beschützen zu wollen… kommt diese Einsicht eventuell zu spät?

Ein völlig anderes Genre als bei ihrer „Peris Night“- Reihe bedient Eva Maria Klima hier mit ihrem Liebesroman „Auch wenn du mich vergisst“. Sehr gespannt war ich deshalb auf diesen Roman und ich wurde nicht enttäuscht!

Eva Maria Klima überzeugt mich als Leser hier vor allem erneut durch ihren sehr realistischen und gut durchdachten Plot, der die Geschichte von Samuel und Evelin wiedergibt. Evelin verkörpert für den Leser dabei sowohl eine Frau, die größte Hochachtung verdient, aber mit der man sich auch gut identifizieren kann. So ist es auch nicht verwunderlich, dass man dank des personalisierten Erzählstils der Autorin tief in die Gedanken-, aber vor allem in die Gefühlswelt der taffen jungen Mutter eintaucht, mit ihr hofft, verzweifelt, liebt und bangt. Durch dieses Stilmittel werden einem dank des Wechsels zwischen den beiden Hauptcharaktere, beide Seiten sehr einfühlsam, emotional und plausibel aufgezeigt. Weshalb auch ich beim Lesen zu Taschentüchern greifen musste, so tief tauchte ich in die Gefühle von Evelin, Samuel und Alexander ein.

Unterstützt wird diese Identifikation nicht nur dank dem gut durchdachten und realistischen Plot sondern vor allem durch den flüssigen, angenehmen und wortgewandten Schreibstil von Anna Maria Klima. Innerhalb weniger Zeilen hat mich die Autorin bereits an ihr Werk gebannt, was mir eine sehr lange Lesenacht bescherte, da ein Weglegen nur sehr schwerlich möglich war.

Die Autorin verbindet in diesem Roman gekonnt Liebe, Leidenschaft und Schicksalsschläge in Kombination mit gekonnt eingesetztem Spannungs- und Dramatikaufbau, denn nichts entwickelt sich so, wie es der Leser vermutet.

Die expliziten Szenen werden authentisch, ästhetisch und sinnlich dargestellt. Dabei streift die Autorin hin und wieder BDSM-Elemente, die jedoch im Gesamten sehr, sehr nebensächlich sind. Die sexuelle Anziehung zwischen den beiden sehr sympathischen Protagonisten ist beim Lesen beinahe spürbar.


Zusammenfassung

Es handelt sich hierbei um ein sehr emotionales Werk von Eva Maria Klima, in dem sie erneut ihr schriftstellerisches Können unter Beweis stellt und ihren Leser innerhalb kürzester Zeit an ihren Roman fesselt. Ein absolutes Lesevergnügen auf rund 300 Seiten und eine absolute Kaufempfehlung meinerseits!


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, Eva Maria Klima.