Freitag, 27. Februar 2015

Die Perlentaucherin von Tabea S. Mainberg















Inhalt

Was passiert, wenn die geheimsten Sehnsüchte plötzlich wahr werden? Die Schriftstellerin Anna darf genau das erleben. Sie träumt davon, sich einem Dom als devote Gespielin hinzugeben. Als sie in der virtuellen Welt des Internets auf den geheimnisvollen Sir Antony trifft, scheint alles möglich. Er verkörpert auf faszinierende Weise das Bild eines perfekten Gebieters: streng, jedoch mit der erforderlichen Sensibilität. Es kommt zu einer realen Zusammenkunft und Ana darf erleben, wie Fantasie und Realität verschmelzen. Sie begibt sich auf eine Reise der besonderen Art und lässt sich auf ein aufregendes Spiel der bizarren Lust ein. Doch ihre Liebe und Hingabe zu dem Sir werden durch Geheimnisse getrübt. Wer ist die mysteriöse Sam? Und Welche Verbindung besteht zwischen Sir Antony und Steven Bellheim, einem Kriegsreporter, der bei einer seiner Berichterstattungen entführt wird und um sein Leben fürchten muss?

Die Perlentaucherin ist ein spanneder Liebesroman voll prickelnder Erotik und bizarren Momenten. Es ist eine Geschichte über Menschen, die den Mut brauchen, etwas zuzulassen, das verletzlich macht: die bedingungslose Hingabe!
(Quelle Amazon)



Beurteilung

Was tun, wenn man eines Tages feststellt, dass etwas Grundlegendes im Leben fehlt? Dass man zwischen Traum und Wirklichkeit hin- und hergerissen ist und die Grenzen mehr und mehr ineinander übergehen? Ist dann nicht der Zeitpunkt gekommen, seine Lebensauffassung zu überdenken und eventuell sich auf das Abenteuer seiner Wünsche einzulassen? Kann aus einer Spielbeziehung auf Zeit wahre Liebe werden?

Genau mit diesen Fragen beschäftigt sich die erfolgreiche Autorin Anna: beruflich läuft alles rund, jedoch auf privater Ebene fühlt sie eine Leere in sich, die durch ihre Partnerschaft mit ihrem Manager nicht gefühlt wird. Immer öfter flüchtet sie sich in die virtuelle Welt über Dominanz und Unterwerfung. Als sich dann auch noch die Möglichkeit auftut real in diese Welt hinein zu schnuppern, ergreift sie diese … mit ungeahnten Folgen.

Tabea S. Mainberg besticht mit ihrem flüssigen und wortgewandten Schreibstil. Der Autorin gelingt es die Gefühlslage, die Verzweiflung, Hoffnung und Wünsche der sympathischen Hauptprotagonistin Anna authentisch wiederzugeben und ermöglicht es dem Leser durch die personalisierte Erzählperspektive sich in die Figur Anna hineinzuversetzen. Eine Identifikation mit der Gedanken- und Gefühlwelt ist unweigerlich.

Die sexuellen Szenen werden realistisch, sinnlich und geschmackvoll dargestellt und wiedergegeben. Die Autorin führt nicht nur die Protagonistin Anna einfühlsam an das Thema BDSM heran, sondern gleichzeitig auch den Leser – ohne diesen zu erschrecken oder gar abzuschrecken von dieser Thematik.

Prickelnde Erotik verbunden mit dem Geheimnis um Sir Anthony, seinen Gefühlen und seiner wahren Identität zeichnen diesen Liebesroman aus. Aber auch der Mut ungewohntes zuzulassen und seine Ängste zu überwinden, ist die große Thematik dieses Werkes… Mut zu seinen Gefühlen zu stehen bevor es zu spät ist!


Zusammenfassend ist zu sagen, dass Tabea S. Mainberg ein sehr einfühlsamer Liebesroman mit Elementen von BDSM gelungen ist, der die Gefühle, Ängste und Hoffnungen der Protagonisten authentisch wiederspiegelt und gleichzeitig das Kopfkino des Lesers beschäfftigt.

Kommentare:

  1. Hallo und guten Morgen,

    hm, was ist denn ein "Dom" , dem man sich als Gespielin hingeben kann. Eine Spielfigur, Avatar oder?

    LG..Karin..

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    1. Hallo Karin,
      der Dom stellte in einer BDSM-Beziehung den dominanten Part dar. Synonym lassen sich auch Begriffe wie Top oder Herr dazu verwenden. Eine DS-Beziehung beruht auf gegenseitiges Vertrauen: die Botton/Sub begibt sich vertrauensvoll in die Hände des Dom.

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