Donnerstag, 7. August 2014

Stoppt die Hochzeit! von Stephanie Bond
















Inhalt:

Wer einen Einwand gegen diese Hochzeit vorzubringen hat, der möge jetzt sprechen oder für immer schweigen …

Scheidungsanwältin Annabelle Coakley ist entsetzt, als ihre verwitwete Mutter ihr mitteilt, dass sie vorhat, einen abgehalfterten Filmstar mit einer ganzen Riege Exfrauen zu heiraten. Annabelle packt die Koffer und reist zu ihrer Mutter mit nur einem Ziel vor Augen: die Hochzeit zu stoppen!

Banker Clay Castleberry ist mehr als irritiert, als er erfährt, dass sein Vater – schon wieder – verlobt ist. Also lässt er alles stehen und liege und eilt nach Atlanta – das Bargeld griffbereit, um seinen Vater aus den Klauen der nächsten geldgierigen Frau zu befreien.

Als Clay Annabelle zunächst für die neue Verlobt seines Vaters hält, ist das nicht unbedingt ein verheißungsvoller Auftakt für die beiden. Zu ihrem nicht geringen Entsetzen müssen sie jedoch feststellen, dass nicht nur Misstraue, sondern leider auch eine unwiderstehliche Anziehungskraft zwischen ihnen wächst.
(Quelle Klappentext)



Beurteilung:

Bereits zu Beginn sitzt Clay einem fatalen Irrtum auf, indem er die Tochter der Verlobten seines Vaters irrtümlich für die Verlobte selbst hält und ihr 20.000 Dollar anbietet um seinen Vater „freizukaufen“… Dabei haben doch Clay und auch Annabelle die gleiche Intension: die Hochzeit von Martin und Belle zu stoppen! Jeder kämpft für sich allein. Dabei wird kein „Fettnäpfchen“ ausgelassen. Anstatt mit offenen Karten zu spielen, dominieren Intrigen, Verdächtigungen und verletzter Stolz das Geschehen. Doch mit der Liebe hat von ihnen keiner gerechnet: weder der wahren Liebe zwischen den Eltern, noch dass diese auch einen selbst überraschen könnte …

Hier könnte man passend zur Geschichte die Weisheit „Liebe überwindet alles“ anbringen. Denn darauf läuft es im Kern der Geschichte hinaus. Trotz aller Intrigen, Verletzungen, Verdächtigungen und Beschuldigungen, erblüht eine zarte Blume: die Liebe zwischen den beiden Hauptprotagonisten, die sich ja „eigentlich“ nicht leiden können. Durch den angenehmen und bildhaften Schreibstil der Autorin kann man beim Lesen förmlich das Knistern zwischen Clay und Annabelle spüren. Sehr plastisch stellt Stephanie Bond auch die Beweggründe der beiden Kinder dar: die uneingeschränkte Liebe zu ihren Eltern und das Gefühl diese vor einer Dummheit beschützen zu müssen. Verstärkt wird dies durch die wechselnde Ansicht der Erzählperspektive.

Den Titel „Stoppt die Hochzeit“ findet man selber im Buch wieder: an der Trauungszeremonie von Martin und Belle.
Das Cover ist gelungen zum Titel gewählt: ein tanzendes Brautpaar im Vordergrund und der Titel in einem Stoppschild übergroß im Hintergrund.


Mir hat das Buch sehr gut gefallen: es lässt sich gut lesen und beschert angenehme Lesestunden mit einer humorvollen, aber auch ernsten Story. Als Leser muss man unweigerlich beim Lesen sowohl schmunzeln und lachen, aber es kommen auch Gefühle wie Entsetzen und Trauer – mit der ein oder anderen Träne – auf: sehr emotionaler Roman.

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