Freitag, 26. September 2014

The number of breaths von Annie Stone















Inhalt:

Breath me, Charlie!

Stell dir vor, dein Leben passiert einfach. Du spielst blind vor Liebe deine Rolle, auch wenn es dir zunehmend schwer fällt. Doch eine Begegnung lässt ein kleines Flämmchen der Hoffnung in dir erstrahlen und du findest die Kraft, deinem Leben zu entfliehen und neu zu beginnen. Doch kannst du alles vergessen, was einmal war?

Charlotte ist 36 Jahre alt, als sie endlich begreift, dass ihr Mann Lucas sie nicht liebt, sie auch nicht einen Tag in den letzten 20 Jahren geliebt hat. Sie verlässt ihn und zieht in das Haus ihrer verrückten Tante Betty und damit in ein Leben voller Möglichkeiten. Betty und ihr Lebensgefährte Nick schaffen es, sie aus ihrer Welt der Selbstzweifel zu befreien und sie beginnt, aufzublühen.

Als ihr Chris, Charlestons größter Womanizer, über den Weg läuft und unmissverständlich klar macht, dass er sie in seinem Bett will, schafft er es mit seiner unverblümten Art, sie leichter atmen zu lassen. Und dann ist da noch Adam, Nicks bester Freund und ihr neuer Nachbar, der ihr seit ihrer ersten Begegnung sein Herz zu Füssen legen will. Sie muss sich entscheiden zwischen heißem befreienden Sex und bedingungsloser Hingabe. Doch wie weiß man, was richtig ist, wenn sich bisher alles falsch angefühlt hat? Ihre Welt gerät völlig aus den Fugen und ihre neue Leichtigkeit gerät ins Wanken.

Als sie endlich eine Entscheidung treffen will, zerbricht ihr Leben plötzlich in Tausend Splitter und ihr stockt erneut der Atem.
(Quelle Amazon)



Beurteilung:


Annie Stone besticht hier mit einer Kombination aus Erotik und Humor. Innerhalb kürzester Zeit identifiziert sich der Leser mit Charlie, leidet, weint und hofft mit ihr. Sehr emotional beschreibt die Autorin das Gefühlsleben der Ärztin Charlotte, ihren Ängsten, Selbstzweifel und Hoffnungen. Mehr als authentisch wurde diese Liebesgeschichte mit emotionalen Hindernissen von Annie Stone ausgearbeitet und gelungen in Szene gesetzt.

Die Sexszenen bestechen mit ihrer Sinnlichkeit und Ehrlichkeit, so dass sie zum Träumen einladen.

Die einzelnen Charaktere – Charlie, Chris, Adam, etc. – erscheinen sehr realistisch und sympathisch, doch auch die wenigen „Unsympathischen“ werden entsprechend gekonnt dargestellt, wobei man trotz detaillierter Beschreibung sich jeweils ein eigenes Bild derer projizieren kann.

Aber neben Erotik und Humor fließen auch sehr ernste Themen in das Buch ein: Verlassen werden, Selbstzweifel, Selbstaufgabe bis hin zum Verlust eines geliebten Menschen. Emotional deckt dieses Werk wirklich eine Bandbreite an Gefühlen ab …

Mich hat dieses Buch emotional sehr berührt, aber auch gefesselt. Der Plot ist so realitätsnah und authentisch, dass ich mich sofort mit der 36jährigen Charlotte identifizieren und mich in ihre Lage hineinversetzen konnte. Es war redlich unmöglich das Buch beiseite zu legen, so gebannt war ich von Charlies Entwicklung und ihrer Geschichte. Begünstigt wird das Ganze durch die personelle Erzählperspektive – aus der Sicht von Charlotte und dem mehr als flüssigen Schreibstil.

Sehr gut hat mir gefallen, dass es sich hier nicht um irgendwelche fiktiven „Traumfiguren“ handelte, sondern um Menschen, die genauso in unserem Umfeld vorkommen können: eine 36jährige Hauptprotagonistin, die plötzlich vor dem Nichts steht, ein alleinerziehender Vater mit seinen Problemen, aber auch die nach und nach aufgedeckten Familiengeheimnisse …

Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass ich zwischendurch „Rotz und Wasser“ geheult habe, so ergriffen war ich von „The number of breaths“. Kleiner Tipp: legt euch Taschentücher parat.


Das Cover wurde in schwarz-weiß gehalten mit einem sinnlichen Pärchen in einer vertrauten und gleichzeitig innigen Position … sexy, erotisch, sinnlich und ansprechend ohne gleichzeitig zu viel von der Geschichte zu verraten.

Annie Stone ist hier ein Meisterwerk gelungen. Wer vorher noch kein Fan von ihr war, ist es definitiv nach diesem Werk!

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