Dienstag, 2. September 2014

Ein Hinterwäldler zum Verlieben von Poppy J. Anderson














Inhalt:

June badet in Selbstmitleid, als ausgerechnet sie dazu auserkoren wird, sich um ihre verrückte Großtante zu kümmern, die in der Einöde von Texas lebt und nach einem mehr als peinlichen Unfall Hilfe bei der Bewältigung ihres Alltags benötigt. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als in den sauren Apfel zu beißen und nach Hailsboro zu fahren, um dort die Kleinstadtlangeweile zu ertragen. Als wäre das nicht schlimm genug, fährt sie an ihrem ersten Tag einem dieser Hinterwäldler in den bereits zerbeulten Truck und erntet dabei die Aufmerksamkeit der ganzen Stadt. Zu allem Unglück schleicht sich ausgerechnet dieser wortkarge Dorftrottel ständig in ihre Gedanken hinein, wenn sie ihrer Arbeit nachgeht. Da ist es kein Wunder, dass die Protagonisten ihrer schnulzigen Historiengeschichten frappierende Ähnlichkeiten mit dem Mann haben, der zwar kaum ein Wort über die Lippen bringt, aber verdammt gut küssen kann.

Dieser Kurzroman von ungefähr 130 Taschenbuchseiten ist der dritte Band der „Hailsboro-Reihe“. Alle Romane sind in sich abgeschlossen und können ohne Lektüre der beiden ersten Bände („Beim zweiten Mal küsst es sich besser“, „Nachträglich ins Glück“) gelesen werden.
(Quelle Amazon)



Beurteilung:

Poppy J. Anderson ist wieder ein genialer Schachzug mit diesem Kurzroman gelungen: auf der einen Seite sehr humorvoll und auf der anderen Seite auch voller Gefühle. Erneut besticht die Autorin mit ihrem flüssigen und bildhaften Schreibstil und entführt somit den Leser in eine schöne Liebesgeschichte, die außergewöhnlicher nicht sein könnte. „Unverhofft kommt oft“ – fällt mir dazu nur ein …

Innerhalb kürzester Zeit entführt uns Poppy J. Anderson in die Idylle der texanischen Kleinstadt Hailboro, mit ihren neugierigen und einzigartigen Bewohnern. Und mitten drin die „Großstadtpflanze“ und Plappermäulchen June. Schon nimmt das Schicksal seinen Lauf. Dass ausgerechnet der introvertiert wirkende „Hinterwäldler“ sich als ehemaliger, erfolgreicher Stadtmensch und Unternehmer entpuppt, konnte keiner voraussehen.

Sehr humorvoll beschreibt die Autorin die sympathische und teilweise unorganisiert wirkende Hauptprotagonistin June und ihre verrückte Großtante. Aber auch die inneren Zweifel und berufliche Unzufriedenheit bringt die Verfasserin sehr authentisch und realistisch rüber.


Durch den flüssigen Schreibstil ist dieser gelungene Kurzroman der Hailsboro-Reihe innerhalb weniger Stunden gelesen. Wieder absolut Suchtfaktor, wie sämtliche Werke von Poppy J. Anderson. 

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