Samstag, 16. August 2014

Hingebungsvoll - Aviditas 2 von Natalie Rabengut















Inhalt:

Eine Information vorweg: Bei diesem Buch handelt es sich um einen erotischen Roman – mit gefühlvoller Handlung, aber auch expliziten Sexszenen.
„Hingebungsvoll“ erschien bereits 2013, wurde jetzt überarbeitet, korrigiert und mit neuem Cover versehen.

Das „Aviditas“ in Boston läuft praktisch von alleine – was gut ist, denn so bleibt den drei Besitzern mehr Zeit, sich um ihr chaotisches Privatleben zu kümmern.
Eigentlich hatte Dale immer alles fest im Griff, doch neuerdings hat der Inhaber des „Aviditas“ eine Menge Probleme, die alle mit seiner Ex-Freundin Vivian zu tun haben. Außerdem stört ihn das „Ex“ vor Freundin und er ist fest entschlossen, diesen Zustand zu ändern.
Der wortkarge Barkeeper Edgar schätzt die Widerspenstigkeit seiner Sub Erica – zumindest bis sich herausstellt, dass sie möglicherweise mit den Neuerungen im gemeinsamen Privatleben nicht einverstanden sein könnte, die Edgar über ihren Kopf hinweg entschieden hat. Es läuft alles auf die Frage hinaus, wer von beiden sturer ist …
Julian interessiert das alles gar nicht. Der Schriftsteller, der im „Aviditas“ wohnt, hat eine Deadline vor Augen, kommt aber nicht zum Arbeiten, weil er von streitenden Paaren umgeben ist. Glücklicherweise ist das aber die hübsche Empfangsdame Katie, die ihm den Rücken freihält. Was würde Julian nur ohne sie tun?

Drei Paare, jede Menge Streit und eine ordentliche Portion Erotik – darum geht es in „Hingebungsvoll“ dem zweiten Band der Reihe um den beliebten BDSM-Klub „Aviditas“ , in dem bereits die Beziehung von Mabel und Ben aus „Breitwillig“ begonnen hat.
(Quelle Amazon)


Beurteilung:

Wie im Klappentext schon angedeutet, sind in diesem Buch eigentlich 3 miteinander verwobene Liebesgeschichten enthalten. Alle drei Inhaber des BDSM-Klubs „Aviditas“ sind betroffen:
Zum einen ist da der dominante Dale, der schon seit  langer Zeit mit Julians Zwillingsschwester Vivian liiert ist und die durch ein Missverständnis und verletztem Stolz jetzt „getrennte“ Wege gehen, aber dennoch nicht voneinander loskommen. Erschwert wird diese Situation noch durch das tägliche Aufeinandertreffen beider Partien im Klub (Vivian wohnt ebenso wie ihr Bruder Julian und Edgar über dem Klub) ... Schaffen es die Beiden ihren gekränkten Stolz hinunter zu schlucken und aufeinander zu zugehen oder läuft es weiterhin auf ein sexuelles Arrangement hinaus?

Dann haben wir noch Edgar, Teilhaber und Barkeeper des Klubs, der grundlegende Veränderungen in seinem Privatleben plant und bei der Planung seine Sub Erica komplett außen vorlässt. Diese Geheimniskrämerei soll ihm noch zum Verhängnis werden, ebenso seine Wortkargheit und sein dominantes Verhalten außerhalb des Bettes. …. Kann er Erika von seinen tiefen Gefühlen überzeugen und sich öffnen?
Und zu guter Letzt sind da noch Julian und Katie. Julian ist ein in sich gekehrter und chaotischer Autor, dem seine Verlegerin im Nacken sitzt. Eigentlich möchte Julian mit den ganzen Gefühlswirrungen und Beziehungsproblemen nichts zu tun haben, wird jedoch gegen seine Willen mit hineingezogen und plötzlich ist er nicht nur „Zuhörer und Berater“ sondern steckt selbst mitten im Gefühlschaos bezüglich Katie fest. Katie ist schon seit Jahren heimlich in Julian verliebt. Jeder erkennt ihre Gefühle für ihn, nur Julian selber nicht. Durch Dales Hilfe soll sich das ändern und Julian „wachgerüttelt werden“.

Natalie Rabengut verbindet in diesem Erotikroman nicht nur knisternde und prickelnde Erotik in gefühlvollen, geschmackvollen und sinnlichen Sexszenen sondern auch einen Touch Humor/ Witz gepaart mit BDSM Elementen. Spätestens beim Besuch der Großmutter der Zwillinge kommt der Leser nicht um hin zu schmunzeln und innerlich zu grinsen. Der bildhafte Schreibstil tut sein übriges, so dass dem Leser z.B. die Szene des Aufeinandertreffens aller Beteiligter in der Halle plastisch vor Augen geführt wird. Die Sexszenen werden ferner unverblümt dargestellt, aber dennoch genügend Freiraum für das Kopfkino des Lesers gelassen.

Aber auch die gefühlvolle Umsetzung der inneren Gefühle, Wünsche, Ängste und Träume der einzelnen Protagonisten, sowie das Zwischenmenschliche und die enge Freundschaften gelingt ihr sehr gut. Als Leser wird man regelrecht in diese chaotischen Privatleben integriert.

Sehr überzeugend, angenehm und fesselnd würde ich den Schreibstil der Autorin zusammenfassend beschreiben.

Äussert positiv finde ich auch, dass die Bücher, obwohl das „Aviditas“ die Bindung zwischen ihnen darstellt,  in sich abgeschlossen sind und auch allein gelesen werden können.


Ich persönlich freue mich schon auf weiter Bücher über das „Aviditas“, z. B. vielleicht über die neue Geschäftsführerin für den neuen Klub?

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