Dienstag, 16. Dezember 2014

Protect - The Pain I felt so long von Kayla Kandrick















Inhalt:

Lucies größter Traum ist es, ein normales Leben zu führen. Kurzerhand bricht sie aus ihrem Zuhause und ihrem von Gewalt bestimmten Leben aus. Ihre Reise führt sie nach Phoenix, wo sie einen Job in einer beliebten Bar annimmt. Von Pleiten, Pech und Pannen verfolgt, landet sie in der Wohnung ihres Arbeitgebers Keith, in den sie sich trotz ihrer Bedenken verliebt.

Doch wie bringt man dem Mann, den man liebt, bei, dass man nicht die ist, für die man sich ausgegeben hat? Und Was passiert, wenn Lucies Vater herausfindet, wo sie ist? Können Lucie und Keith die Dämonen aus Lucies Vergangenheit bekämpfen, oder werden sie bei dem Versuch scheitern?

(Quelle Amazon)




Beurteilung:

Was tun, wenn man zum ersten Mal im Leben das Leben wirklich genießt und glücklich ist – trotz der extremen Vergangenheit? Kann man da seine Schutzmauern noch aufrechterhalten oder erfolgt dann über kurz oder lang ein böses Erwachen?!

Die Autorin beschreibt den Leidensweg und den Kampf der taffen Hauptprotagonistin Lucie, zurück in ein normales Leben ohne Angst und Gewalt. Auf dem Weg zu ihrem Traumziel trifft sie unverhofft auf Keith, der mit seiner Fürsorge und seinem Einfühlungsvermögen die errichteten Schutzmauern zum Bröckeln bringt und sich nach und nach das Vertrauen und die Liebe Lucies erkämpft. Doch kann man einfach so die Vergangenheit hinter sich lassen, oder kehrt der Horror der Vergangenheit mit einem Paukenschlag unaufhaltsam zurück? …

Sehr emotional gelingt es Kayla Kandrick die Geschichte von Lucie auf Papier zu bringen. Dabei legt sie besonderes Augenmerk auf die Gefühlswelt der sympathischen Hauptprotagonistin, so dass deren Verhalten und ihre Handlungen für den Leser schlüssig und plausibel nachvollziehbar sind. Somit bleibt ein gewisses Maß an Identifikation und „Hineinversetzten“ nicht aus, das bedeutet, der Leser steht die gleichen Ängste aus, spürt die selbe Verzweiflung, aber auch die aufkeimende Liebe. Aber auch der Gegenpart zu Lucie Keith wird authentisch dargestellt. So sind dessen Verzweiflung und seine Bemühungen Lucie psychisch und physisch zu helfen regelrecht spürbar.

Positiv beeinflusst wird das Ganze noch durch den flüssigen und sehr angenehmen Schreibstil. Persönlichkeit und Nähe zum Leser erzeugt die verwendete personalisierte Erzählperspektive als Stilform. Die Gefühle und die Leibesszenen/-bekundungen werden authentisch und plausibel dargelegt, ohne überzogen oder kitschig zu wirken.


198 Seiten Lesevergnügen pur.

Kommentare:

  1. Was für ein tolles Cover und natürlich ist deine Rezi der Hammer! Vielen Dank für diesen tollen Buchtipp! :-)

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