Samstag, 15. November 2014

Die Rose von Suez von Kim Henry















Inhalt:

Ägypten 1862. Ein Jahrhundertbauwerk, eine politische Intrige und zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können. Er nennt sie Malak, seinen Engel, für sie ist er nur ein wilder Barbar.

Nach einem kriegerischen Beduinen-Überfall strandet die junge, britische Mathematikerin Hazel Fairchild im Harem von Scheich Djamal. Mit spitzer Zunge und Sarkasmus wehrt sie sich dagegen, zu sehen, dass Djamal und sie womöglich mehr gemeinsam haben, als sie glauben möchte. Doch wie soll sie einem Mann widerstehen, der ihr mit mehr Leidenschaft und Respekt begegnet, als jeder andere Mansch zuvor?

Längst schon ist eine Intrige im Serail im Gange. Wird es ihnen gelingen, ihre Liebe zu retten, oder siegt am Ende die Politik?
(Quelle Amazon)



Beurteilung:

Bei diesem neuen Werk des Autorinnenduos von Kim Henry handelt es sich um einen historischen Liebesroman, der im Jahr 1862 im arabischen Ägypten spielt. Den Autorinnen ist es mehr als gelungen, sowohl eine ansprechende Liebesgeschichte, als auch sozialkritische Aspekte und kulturelle Unterschiede und deren dadurch hervorgerufenen Probleme authentisch zu verbinden und zu verarbeiten.

Innerhalb kürzester Zeit wird der Leser durch den sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil ins Ägypten und somit mitten in die ungeplante Entführung von Hazel Fairchild entführt. Dabei werden die Ängste, Zweifel, aber auch der Selbsterhaltungstrieb von Hazel sehr bildhaft und emotional verarbeitet und authentisch dargestellt, womit sich der Leser ziemlich schnell mit der sehr selbstbewussten und toughen Engländerin identifizieren kann. Aber auch die Gedankengänge und Überlegungen, sowie Zweifel des Scheichs Djamal werden dem Leser durch den personalisierten Erzählperspektivenwechsel vermittelt, so dass der Leser sich seine eigenen Gedanken über die jeweiligen Handlungsweisen machen kann, und teilweise am liebsten in das Geschehen eingreifen möchte, um den sympathischen Progtagonisten zu helfen.

Die erotischen Szenen werden äußerst geschmackvoll in Szenen gesetzt und laden zeitgleich zum Träumen ein. Die langsam aufkeimende zarte Blume der Liebe zwischen Djamal und Hazel, gegen die sich beide zu Beginn noch sträuben, und die knisternde Erotik sind beim Lesern mehr als greifbar; ebenso die Selbstzweifel, die Verzweiflung und die Hoffnung auf ein Happy-End beider Hauptprotagonisten. Die Leidenschaft und Liebe von Hazel und Djamal werden authetisch und nachvollziehbar dargestellt und bilden das zentrale Thema des historischen Liebesromans.

Sehr gut gelungen ist dem Duo aber auch sowohl die Darstellung, als auch die damit einhergehenden Probleme der Lebensweise eines arabischen Scheichs, der einen großen Beduinenstamm regiert. Sowohl die Tatsache, dass jener Scheich einen Harem aus mehreren Ehefrauen und Konkubinen besitzt, als auch die politische Situation und die einzuhaltenden Traditionen,  die Djamal einhalten muss, um seinen Stamm zusammenzuhalten und die Gemüter zu besänftigen. … zwei Welten treffen im wahrsten Sinne des Wortes aufeinander: die europäische Lebensweise und die arabische Lebensweise … Probleme sind vorprogrammiert, v.a. wenn noch wahre Gefühle und Leidenschaft dazukommen… Kann man allein mit Liebe solch große Hindernisse überwinden? Oder holt einen die Realität schneller als erwartet aus dem „Traum aus 1001 Nacht“ zurück? V.a. wenn aus den eigenen Reihen eine alles zerstörende Intrige geschmiedet und in Gang gesetzt wird.

Das Cover beinhaltet wieder die zentralen Themen: Liebe, Treue, Harmonie und Wertschätzung. Sehr geschmackvoll und in sich stimmig dargestellt.

Zusammenfassend ist zu bemerken, dass es mir sehr viel Spaß bereitete diesen historischen Roman von Kim Henry zu lesen. V.a. der flüssige und fesselnde Schreibstil verbunden mit dem Plot machten es sehr schwer, das Buch zur Seite zu legen. Auch das Cover wurde wieder sehr ansprechend und der Handlung angepasst gestaltet.


Vielen Dank an den Sieben Verlag und dem Autorinnen-Duo von Kim Henry für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und der Einladung zur Teilnahme an der Blogtour „Die Rose von Suez“.

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