Inhalt:
Christopher Briggs erfüllt sich
seinen größten Traum. Er verkauft seine IT-Firma in Boston und zieht nach
Boothbay Harbor auf ein altes Gestüt. Schon während seiner Renovierungsarbeiten
erscheint am nahegelegenen Waldrand immer wieder eine engelsgleiche Frau, die
ihn in bisher nie gekannter Weise fasziniert. Völlig zurückgezogen lebt sie
allein in einer heruntergekommenen Hütte, weitab der Zivilisation. Mit jedem
Tag fühlt er sich mehr zu der einsiedlerhaften Unbekannten hingezogen, doch
offensichtlich erlitt sie ein traumatisches Erlebnis, welches ihr im wahrsten
Sinne des Wortes die Sprache verschlagen hat. Dennoch entspinnt sich über die
kommenden Wochen hinweg eine zarte Freundschaft zwischen Chris und der scheuen
Sarah, bis ein weiterer Schicksalsschlag die Beiden näher zusammenführt, als
Chris je zu hoffen gewagt hätte.
(Quelle: Amazon)
Beurteilung:
Es ist sehr interessant, die
Geschichte aus der Sicht eines Mannes erzählt zu bekommen. Ungewöhnliche
Perspektive, aber sehr toll gemacht.
Chris erfüllt sich seinen
Lebenstraum mit einer eigenen Pferdezucht und einer kleinen Reitpension. Naja,
er renoviert gerade sein erst kürzlich erworbenes Gut. In der Nachbarschaft am
Waldrand lebt die Einsiedlerin Sarah, summ seit einem traumatischen schweren
Unfall. Nur nach und nach erlangt Chris ihr Vertrauen und Sarah überwindet ihm gegenüber
ihre Menschenscheu. Chris Beschützerinstinkt ist geweckt und wandelt sich mehr
und mehr in Liebe. Überfordert er Sarah damit? Und was steckt hinter ihrem
Verstummen, das ja nicht organisch bedingt ist? Und welche Rolle spielt Chris
Reitunfall? Wird er Sarah aus ihrem Schneckenhaus locken und ins wirkliche
Leben zurückholen können?
Kerry Greine erzählt aus der
Perspektive von Chris. Nur kurz vor dem Ende wechselt sie in die Sichtweise von
Sarah. Diese Blickwinkel sind sehr interessant und fesselnd.
Der nach außen so taffe Chris
kämpft mit Gefühlen wie Hilflosigkeit, Angst, Unsicherheit, Schüchternheit und
Verzweiflung. Durch den wieder sehr bildhaften, emotionalen und flüssigen
Schreibstil gelingt es der Autorin den Leser Chris Gefühle nahe zu bringen und
zu teilen. V.a. Chris Verzweiflung ist fast greifbar geworden! Und in den
Liebeszenen hat man das Gefühl dabei zu sein und die Liebe selbst zu spüren!
Wie ein Stillleben wirkt das
Cover: strahlt Ruhe aber auch Einsamkeit aus. Zusammen mit dem Romantitel „Stumme
Verzweiflung – wenn alles verloren scheint“ beschriebt Kerry Greine damit
bewusst (oder unbewusst) die Einsiedlerin Sarah und ihre Gefühlswelt. Genial!
Was soll ich noch viel dazu
sagen?! Ich bin nach wie vor von Kerry Greines Schreibstil fasziniert und freue
mich auf mehr von ihr. Deshalb klare Kauf- und Leseempfehlung von mir.
Auch dieser Roman ist in sich
abgeschlossen und kann für sich gelesen werden. Dennoch kann ich mich nur wie
schon nach Buch 2 der Boothbay Harbor Serie bereits beschrieben wiederholen:
fangt mit Buch 1 an, die drei gehören irgendwie für mich doch zusammen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.