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Sonntag, 29. März 2015

Pfefferminzeis von Hannah Kaiser
















Inhalt

Als Theresa Bennets Kerzenladen abbrennt, steht sie vor dem finanziellen Ruin. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als in einer Bar zu arbeiten, damit sie wenigstens die nächste Mahlzeit für sich und ihre neurotische Katze bezahlen kann. Dort lernt sie Devon Frenley kennen, einen Eishockey-Torhüter auf der Flucht vor einer aufdringlichen Stalkerin. Er macht Theresa ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann. Allerdings bringt es die beiden schnell in die unmöglichsten Situationen und auch Theresas traumatische Vergangenheit lässt sich nicht so einfach ignoriere, wie sie es gern hätte.
(Quelle Amazon)


Beurteilung

Mehr als neugierig machte ich mich über „Pfefferminzeis“ her, weckte die Autorin auf der Leipziger Buchmesse bei ihrer Lesung bereits mein Interesse. … und ich wurde wieder nicht enttäuscht!

Kann man wirklich einen unmoralischen Vertrag eingehen ohne Gefühle aufzubauen? Was tun, wenn diese jedoch überhand nehmen? Wie sich schützen?

Innerhalb weniger Seiten ist man als Leser mit den beiden Hauptprotagonisten verschmolzen, d.h. man nimmt an ihren Gefühlen, Gedanken und ihren Handlungen teil. Hervorgerufen wird dies durch die verwendete personalisierte Erzählperspektive und durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil der Autorin selbst.

Die Gedanken und Gefühle werden authentisch und realistisch dargestellt, verbunden mit Selbstzweifeln, Unzulänglichkeitsgefühlen, Schuldzuweisung und einer nicht aufgearbeiteten traumatischen Vergangenheit.

Hannah Kaiser gelingt es häppchenweise Theresas Vergangenheit anzudeuten, wodurch der Leser in seiner Neugier bestärkt wird weiter zu lesen um das Geheimnis zu lüften.

Ein Weglegen von Pfefferminzeis war in keinster Weise möglich! Es fesselt von der ersten bis zur letzten Seite und so sind die 257 Seiten sprichwörtlich im Nu gelesen.

Meiner Meinung nach ist Pfefferminzeis extrem emotional und authentisch geschrieben. Eine Geschichte, wie aus dem reellen Leben, die auf der einen Seite aus Tragik und Dramatik, auf der anderen Seite voller Gefühle und menschlicher Probleme besteht. Dass sich dabei die beiden Hauptprotagonisten mehr oder weniger ihrem Glück selbst im Wege stehen, macht diese nur noch sympathischer.

Pfefferminzeis ist für mich eins ihrer besten Werke überhaupt und eine absolute Kaufempfehlung!


Samstag, 21. März 2015

Zimtzucker von Hannah Kaiser















Inhalt

Nach dem Verlust ihres Jobs flüchtet Sarah Welligton zu ihrer Familie nach Midway, um dieser in einer schweren Zeit zur Seite zu stehen. Doch schon am Flughafen begegnet sie einem attraktiven Unbekannten, der ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf geht. Bis sie ihn unversehens wiedertrifft – was für jede Menge Chaos sogt. Denn offenbar hat Eric McLeod sehr viel mit ihre Familie zu tun, als ihr lieb sein kann …
(Klappentext)


Beurteilung

Erneut überzeugt uns Hannah Kaiser hier mit einem durchdachten und schönen fiktiven Plot, der so im realen Leben auch stattfinden könnte.

Durch ihren angenehmen und flüssigen Schreibstil vergehen die Lesestunden wie im Flug. Ihre Wortwahl ist sehr durchdacht, der personalisierte Schreibstil – d.h. der Wechsel zwischen den beiden Hauptprotonisten gekonnt gewählt. Dadurch wird der Leser in die Gedankengänge von Eric und v.a. von Sarah integriert, was wiederrum die beiden Hauptakteure sympathisch und authentisch erscheinen lässt. Somit baut der Leser eine „Beziehung“ zu Sarah auf. Ihre Gedankengänge, Ängste und Hoffnungen werden sehr realistisch dargestellt.

Beim Lesen durchlebt der Leser zusammen mit Sarah, aber auch mit Eric, eine Vielzahl an Emotionen: Hoffnung, Leid, Trauer, Liebe und Wut.

Der Titel „Zimtzucker“ wird von der Autorin gekonnt integriert und als kleinen Bonus am Ende des Romans, verrät uns Hannah Kaiser sogar noch das Rezept nachdem ihre Hauptprotagonistin ihre Zimtschnecken macht.

Die expliziten Szenen und Liebesbekundungen werden sinnlich und geschmackvoll beschrieben, bzw. auch teilweise nur angedeutet, um dem Kopfkino noch genügend Spielraum zu lassen.


Wieder ein sehr gelungener Liebesroman aus der Feder von Hannah Kaiser. Die 272 Seiten sind zu keiner Zeit langweilig, sondern schön zu lesen und zu genießen.