Inhalt
Als Theresa Bennets Kerzenladen
abbrennt, steht sie vor dem finanziellen Ruin. Ihr bleibt nichts anderes übrig,
als in einer Bar zu arbeiten, damit sie wenigstens die nächste Mahlzeit für
sich und ihre neurotische Katze bezahlen kann. Dort lernt sie Devon Frenley
kennen, einen Eishockey-Torhüter auf der Flucht vor einer aufdringlichen
Stalkerin. Er macht Theresa ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann. Allerdings
bringt es die beiden schnell in die unmöglichsten Situationen und auch Theresas
traumatische Vergangenheit lässt sich nicht so einfach ignoriere, wie sie es
gern hätte.
(Quelle Amazon)
Beurteilung
Mehr als neugierig machte ich
mich über „Pfefferminzeis“ her, weckte die Autorin auf der Leipziger Buchmesse
bei ihrer Lesung bereits mein Interesse. … und ich wurde wieder nicht enttäuscht!
Kann man wirklich einen
unmoralischen Vertrag eingehen ohne Gefühle aufzubauen? Was tun, wenn diese
jedoch überhand nehmen? Wie sich schützen?
Innerhalb weniger Seiten ist man
als Leser mit den beiden Hauptprotagonisten verschmolzen, d.h. man nimmt an
ihren Gefühlen, Gedanken und ihren Handlungen teil. Hervorgerufen wird dies
durch die verwendete personalisierte Erzählperspektive und durch den flüssigen
und angenehmen Schreibstil der Autorin selbst.
Die Gedanken und Gefühle werden
authentisch und realistisch dargestellt, verbunden mit Selbstzweifeln,
Unzulänglichkeitsgefühlen, Schuldzuweisung und einer nicht aufgearbeiteten traumatischen
Vergangenheit.
Hannah Kaiser gelingt es häppchenweise
Theresas Vergangenheit anzudeuten, wodurch der Leser in seiner Neugier bestärkt
wird weiter zu lesen um das Geheimnis zu lüften.
Ein Weglegen von Pfefferminzeis war in keinster Weise
möglich! Es fesselt von der ersten bis zur letzten Seite und so sind die 257
Seiten sprichwörtlich im Nu gelesen.
Meiner Meinung nach ist Pfefferminzeis extrem emotional und authentisch
geschrieben. Eine Geschichte, wie aus dem reellen Leben, die auf der einen
Seite aus Tragik und Dramatik, auf der anderen Seite voller Gefühle und
menschlicher Probleme besteht. Dass sich dabei die beiden Hauptprotagonisten mehr
oder weniger ihrem Glück selbst im Wege stehen, macht diese nur noch
sympathischer.
Pfefferminzeis ist für mich eins ihrer besten Werke überhaupt und
eine absolute Kaufempfehlung!
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