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Mittwoch, 28. Januar 2015

Suzannah und der Bodyguard von Norah Wilson















Inhalt:

Strafverteidigerin Suzannah Phelps ist bekannt dafür, Polizisten im Zeugenstand in die Mangel zu nehmen, womit sie sich im Police Department von Fredericton nicht gerade beliebt macht. Als sie selbst Opfer seines Stalkers wird, zögert sie daher auch, sich an die Polizei zu wenden, da sie sich nicht sicher ist, ob nicht einer von ihnen dahinter steckt.

Als Detective John Quigley durch Zufall davon erfährt, fasst er den Entschluss, persönlich dafür zu sorgen, dass der attraktiven Anwältin nichts passiert. Schon seit Jahren fühlt er sich zu der kühlen Blondine hingezogen und träumt davon, ihre Leidenschaft zu entfachen. Ein weiterer Anschlag liefert ihm den perfekten Vorwand, sich als Suzannahs Freund auszugeben. Aber je näher sich die beiden kommen, desto stärker verschwimmen die Grenzen zwischen Täuschung und Wirklichkeit, und die beiden verstricken sich in ein gefährliches Spiel mit dem Feuer …
(Quelle Amazon)



Beurteilung:

Bereits nach wenigen Zeilen zeiht die Autorin Norah Wilson den Leser mit ihrem fesselnden und flüssigen Schreibstil in ihren Bann. Der Plot ist auch hier wieder sehr gut durchdacht und in sich stimmig. Dabei werden von Norah Wilson Spannung, Dramatik und Aktion aber auch Erotik und wahre Gefühle verarbeitet. Auch wenn der gesamte Plot sich hauptsächlich um die taffe Strafverteidigerin Suzannah und den Detective John und ihre verdrängten Gefühle dreht, beinhaltet er ein ernstzunehmendes Problem: Stalking. Dabei legt uns die Autorin einfühlsam und realistisch die Gedanken, Gefühle und Ängste von Betroffenen näher.

Was tun in solch einer Situation? Noch dazu, wenn man befürchtet durch Eingestehen von Unsicherheit und Angst Schwäche zu zeige, welche auf mehreren Ebenen – beruflich und gesellschaftlich – negative Auswirkungen nach sich ziehen könnte?!

Aber auch der innere Kampf der beiden sympathischen Protagonisten bezüglich ihrer Gefühle beschreibt die Autorin plausibel und nachvollziehbar. Neben dem gut platzierten Spannungsaufbau, kommt die knisternde Erotik dabei nicht zu kurz. Die Gefühle, aber auch die expliziten Liebesszenen erscheinen authentisch und sinnlich.

Durch die wechselnde personalisierte Erzählperspektive wird der Leser auch emotional an den Erotik-Thriller gebunden, so dass ein Weglegen des Romans schwer fällt. Ein überaus gelungener 1. Teil der Serve & Protect Series.

Das Buch, sowie seine Handlung ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den anderen Teilen der Serie gelesen werden.


Vielen Dank an die AgenturLibelli für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Gefangen zwischen zwei Männern von Jana Feuerbach















Inhalt:

Seit Lou die Flucht vor ihrem gefährlichen Exfreund gelang, stürzt sie sich Woche für Woche in neue Abenteuer. Nie wieder soll jemand ihr Herz berühren. Schon gar nicht der sympathische Ryan, der mit ihr an den See fährt und ihr Milchkaffee auf die Arbeit bringt.

Ryan ist fasziniert von der warmherzigen Persönlichkeit hinter Lous harter Fassade und umwirbt sie geduldig. Er ahnt nicht, wie sehr Lous Exfreund sie immer noch unter Druck setzt.
(Quelle: Bookshouse Verlag)



Beurteilung:

Was tun, wenn einen die Vergangenheit nicht los lässt? Wenn die Schatten der Vergangenheit einen immer wieder einholen? Wenn die Seele so verletzt ist, dass man seine Umwelt ausgrenzt… Kann eine „neue“ Liebe helfen das Negative hinter sich zu lassen?

Der Plot und auch die Handlungen weisen sehr interessante Züge auf. Jedoch konnte ich mich mit den Hauptfiguren nicht identifizieren, was unter anderem an dem gewöhnungsbedürftigen Schreibstil der Autorin lag. Die Geschichte wird in personalisierter Erzählperspektive, aus der Sicht von Louise, wiedergegeben.

Gut wurde die innere Zerrissenheit und Traumatisierung Louises herausgearbeitet und versucht emotional darzustellen. Mir jedoch fehlte der endgültige Zugang zu der Hauptfigur. Ich hatte eher den Eindruck, dass es sich um eine gespaltene Persönlichkeit handelt: auf der einen Seite eine Jägerin, die ihre sexuelle Begierde auslebt, und auf der anderen Seite eine unsichere, introvertierte Kindergärtnerin, die sich vor der Welt versteckt und außer ihrem besten Freund niemand in die Wohnung lässt – und selbst dort sich nur mit einer Waffe sicher fühlt …

Mir ging die Entwicklung zwischen Lou und Ryan etwas zu schnell, d.h. die Sprünge und zwischenmenschlichen Fortschritte waren zu groß und teilweise nicht ganz nachvollziehbar, wenn man die Hintergrundinformationen zu der Hauptfigur mit berücksichtigt.

Ein schwieriges und sensibles Thema an das sich die Autorin hier gewagt hat. Positiv fand ich, dass Lou es aus eigener Kraft geschafft hat aus dem Teufelskreis auszubrechen, die Bewältigung ihrer Vergangenheit anzustreben und neuen Personen Platz in ihrem Leben einzuräumen – natürlich immer mit dem Sicherheitsnetz in Form ihres besten Freundes.

Zusammenfassend möchte ich bemerken, dass sich durchaus Potenzial der Autorin erkennen lässt, die Umsetzung letztendlich mich persönlich nicht ganz überzeugte. Jana Feuerbach behandelte hier eine sehr sensible und schwierige Thematik.


Vielen Dank dem Bookshouse Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.