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Samstag, 26. März 2016

Sklavin der Finsternis von Lisa Skydla



Taschenbuch 9,99€
eBook (Kindle Editon) 4,99€
300 Seiten
ISBN-10: 1493771728
ISBN-13: 978-1493771721







Inhalt

Angelique hatte sich ihr erstes Live-Rollen-Spiel so anders vorgestellt. Auf keinen Fall hatte sie mit dem Hass der anderen Spieler gerechnet. Wie war sie bloß hier herein gerutscht? Und was hat es mit dem mysteriösen, dunklen Lord auf sich, der ihr nicht mehr aus dem Sinn geht? Aber es ist doch alles nur ein Spiel, auch die dominante Art oder etwa nicht? Angelique fängt an, an ihrem Verstand zu zweifeln, als der dunkle Lord eine Weile nach dem Event nachts in ihrer Wohnung steht und von ihr verlangt seine Sklavin zu werden. Oder sollte sie in diesem Fall einfach mal auf ihr Herz hören, statt auf ihren Verstand?
(Klappentext)


Beurteilung

Wer ist Freund und wer ist Feind? Und was verbirgt sich in Wahrheit hinter diesem Rollenspiel und hinter dem dunklen Lord? Weshalb steht auf einmal Angelique im Mittelpunkt einer „Hetzjagd“? Können echte wahre Gefühle alles überwinden und den Weg in eine gemeinsame Zukunft ebnen?

Zwar weist die Autorin Lisa Skydla auch hier wieder einen flüssigen und angenehmen Schreibstil auf, jedoch überzeugte mich in diesem Fall der Plot nicht wie gewohnt. Bei „Die Sklavin der Finsternis“ handelt es sich ja bekanntlich um ihren ersten Schritt in Richtung Fantasy. Betrachtet man diesen Fantasy-Roman mit den Folgenden wie z.B. „Cassandra – Sklavin des Wassermanns“ oder ihrer „Elementals“-Reihe kann man eine starke Entwicklung feststellen.

Für mich stellten sich die Protagonisten gewiss sympathisch und teilweise realistisch dar, jedoch fehlte mir das gewisse Etwas um mich ganz auf Angelique und den dunklen Lord einzulassen. Ich konnte mich nicht so mit beiden ein stückweit identifizieren, wie ich es von ihren anderen Werken gewohnt bin, trotz der angewandten personalisierten Erzählperspektive.

Das Grundgerüst des Plot ist gut, gar keine Frage, dennoch blieben für meine Geschmack zu viele Fragen offen – gerade am Ende bei der Katastrophe.


Zusammenfassung

Der Schreibstil der Autorin Lisa Skydla ist angenehm und flüssig. Der Plot konnte mich nicht vollends überzeugen, auch wenn sehr gute Ansätze in ihm zu erkennen sind, deren Umsetzung jedoch im Vergleich mit ihren späteren Werken für mich nicht zufriedenstellend war.
Nichtsdestotrotz möchte ich auch dieses Buch nicht missen, denn „aller Anfang ist schwer“.


Danke, Lisa Skydla, für das Rezensionsexemplar.

Mittwoch, 18. November 2015

Elementals - Gefesselte Luft von Lisa Skydla



ISBN-13: 978-3-945076-41-5


eBook (Kindle-Edition) 4,99€










Inhalt

Die Stiefschwester des russischen Präsidenten, Elena Solokowa, ist schon seit längerem in den Leibwächter Pjotr Wolkow verliebt. Doch leider hat Pjotr sich in den Kopf gesetzt, dass er nicht gut genug für die Schwester des Präsidenten ist. Außerdem ist da ja noch seine dominant-sadistische Ader. Dummerweise lehnt Elena sich mit dem reichen Isaak Taylor an und wird von ihm bedroht. Boris Solokow bittet Pjotr seine Schwester zu beschützen, auch mit dem Wissen, dass dieser dann unmöglich seine Finger von ihr lassen kann.
Pjotr nimmt den Auftrag an und führt Elena in die magische Welt der Dominanz und Unterwerfung ein. Er beginnt sie in seinem Sinne zu erziehen, doch die Bedrohung durch Taylor nimmt Ausmaße an, die er nicht erwartet hat.
Zusammen mit Dimitri Medwedew tüfteln sie einen Plan aus, um Taylor aus der Reserve zu locken, doch Elena ist der nervlichen Belastung nicht gewachsen. Wird Pjotr die geliebte Frau aus der Gefahrenzone bringen können? Und wird Elena sich ihm als Sklavin unterwerfen?
(Klappentext)


Beurteilung

„Gut Ding will Weile haben“.  Genau nach diesem Motto ist der 4. Teil der Elementals Reihe zu sehen. Das Warten hat sich gelohnt – in jeder Hinsicht bedient uns die Autorin Lisa Skydla sowohl mit einer ansprechenden Liebesgeschichte, Erotik, Fantasy, Dramatik und Spannung pur. Der Spagat zwischen Fiktion und Realität ist der Autorin erneut gelungen: v.a. durch ihren mitreißenden und spannenden Plot, den bereits in den vorherigen Teilen liebgewonnen Protagonisten und ihrem schriftstellerischen Können.

Den Charakteren wird durch einen lebhaften, flüssigen und sehr angenehmen Schreibstil von der Autorin Leben eingehaucht. Intensiviert wird eine Verbundenheit mit dem Leser durch das Offenlegen der Gefühls- und Gedankenwelt der beiden sympathischen Protagonisten mittels der wechselnden Erzählperspektive als stilistisches Instrumentarium.

Ebenfalls zeugt eine Verschmelzung von Dramatik, Nervenkitzel und erotischer Spannung von schriftstellerischem Können. An den richtigen Stellen „füttert“ Lisa Skydla ihren Leser mit Andeutungen und Drohungen und baut somit stetig einen inneren Drang auf, zusammen mit den involvierten Personen das Geheimnis um den ominösen Stalker lüften zu wollen.

Dabei integriert sie gelungen und einfühlsam ein sehr heikles und nicht zu verharmlosendes Thema „Stalker“ in ihre sinnliche, zum Träumen einladende Liebesgeschichte. Die Ängste und das Gefühlschaos, in welches eine betroffene Person stürzt werden sehr authentisch und nachvollziehbar dargestellt.

Die expliziten Szenen werden äußerst sinnlich, hocherotisch, geschmackvoll und ästhetisch beschrieben. Die tiefen Gefühle zwischen Elena und Pjotr erscheinen ebenso wie die gegenseitige Sorge um den jeweils anderen glaubhaft überzeugend. Sehr gut gelungen ist dabei das „heranführen“ an eine Lebenseinstellung, in der Dominanz und Unterwerfung einen gewissen Stellenwert einnehmen, ohne dabei BDSM in den Vordergrund zu stellen, sondern immer die Gefühle der beiden Protagonisten im Blickpunkt zu haben.

Es handelt sich hier um den 4. Teil der Elementals-Reihe. Alle Teile sind in sich abgeschlossene Bücher, die auch einzeln unabhängig voneinander gelesen werden können. Dennoch empfiehlt es sich die Reihe in chronologischer Reihenfolge zu lesen, um die Hintergründe, ebenso wie den Zusammenhang zwischen den einzelnen, wiederkehrenden Personen besser verstehen zu können.


Zusammenfassung

Lisa Skydla besticht erneut mit einer sehr authentischen, sinnlichen und hocherotischen Liebesgeschichte in Kombination mit Fantasy und Dramatik. Von den ersten Seiten bis zum Ende fesselt sie ihren Leser mit einem flüssigen und angenehmen Schreibstil an ihr Werk, der ein Beiseitelegen des Romans nur schwer ermöglicht.


Die einzelnen Teile in chronologischer Reihenfolge:


Lisa Skydla vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und ich hoffe trotz allem, dass dies noch nicht das Ende ist!

Freitag, 27. Februar 2015

Die Perlentaucherin von Tabea S. Mainberg















Inhalt

Was passiert, wenn die geheimsten Sehnsüchte plötzlich wahr werden? Die Schriftstellerin Anna darf genau das erleben. Sie träumt davon, sich einem Dom als devote Gespielin hinzugeben. Als sie in der virtuellen Welt des Internets auf den geheimnisvollen Sir Antony trifft, scheint alles möglich. Er verkörpert auf faszinierende Weise das Bild eines perfekten Gebieters: streng, jedoch mit der erforderlichen Sensibilität. Es kommt zu einer realen Zusammenkunft und Ana darf erleben, wie Fantasie und Realität verschmelzen. Sie begibt sich auf eine Reise der besonderen Art und lässt sich auf ein aufregendes Spiel der bizarren Lust ein. Doch ihre Liebe und Hingabe zu dem Sir werden durch Geheimnisse getrübt. Wer ist die mysteriöse Sam? Und Welche Verbindung besteht zwischen Sir Antony und Steven Bellheim, einem Kriegsreporter, der bei einer seiner Berichterstattungen entführt wird und um sein Leben fürchten muss?

Die Perlentaucherin ist ein spanneder Liebesroman voll prickelnder Erotik und bizarren Momenten. Es ist eine Geschichte über Menschen, die den Mut brauchen, etwas zuzulassen, das verletzlich macht: die bedingungslose Hingabe!
(Quelle Amazon)



Beurteilung

Was tun, wenn man eines Tages feststellt, dass etwas Grundlegendes im Leben fehlt? Dass man zwischen Traum und Wirklichkeit hin- und hergerissen ist und die Grenzen mehr und mehr ineinander übergehen? Ist dann nicht der Zeitpunkt gekommen, seine Lebensauffassung zu überdenken und eventuell sich auf das Abenteuer seiner Wünsche einzulassen? Kann aus einer Spielbeziehung auf Zeit wahre Liebe werden?

Genau mit diesen Fragen beschäftigt sich die erfolgreiche Autorin Anna: beruflich läuft alles rund, jedoch auf privater Ebene fühlt sie eine Leere in sich, die durch ihre Partnerschaft mit ihrem Manager nicht gefühlt wird. Immer öfter flüchtet sie sich in die virtuelle Welt über Dominanz und Unterwerfung. Als sich dann auch noch die Möglichkeit auftut real in diese Welt hinein zu schnuppern, ergreift sie diese … mit ungeahnten Folgen.

Tabea S. Mainberg besticht mit ihrem flüssigen und wortgewandten Schreibstil. Der Autorin gelingt es die Gefühlslage, die Verzweiflung, Hoffnung und Wünsche der sympathischen Hauptprotagonistin Anna authentisch wiederzugeben und ermöglicht es dem Leser durch die personalisierte Erzählperspektive sich in die Figur Anna hineinzuversetzen. Eine Identifikation mit der Gedanken- und Gefühlwelt ist unweigerlich.

Die sexuellen Szenen werden realistisch, sinnlich und geschmackvoll dargestellt und wiedergegeben. Die Autorin führt nicht nur die Protagonistin Anna einfühlsam an das Thema BDSM heran, sondern gleichzeitig auch den Leser – ohne diesen zu erschrecken oder gar abzuschrecken von dieser Thematik.

Prickelnde Erotik verbunden mit dem Geheimnis um Sir Anthony, seinen Gefühlen und seiner wahren Identität zeichnen diesen Liebesroman aus. Aber auch der Mut ungewohntes zuzulassen und seine Ängste zu überwinden, ist die große Thematik dieses Werkes… Mut zu seinen Gefühlen zu stehen bevor es zu spät ist!


Zusammenfassend ist zu sagen, dass Tabea S. Mainberg ein sehr einfühlsamer Liebesroman mit Elementen von BDSM gelungen ist, der die Gefühle, Ängste und Hoffnungen der Protagonisten authentisch wiederspiegelt und gleichzeitig das Kopfkino des Lesers beschäfftigt.

Freitag, 9. Januar 2015

Brennende Begierde von Inka Loreen Minden

















Inhalt:

Miranda besucht jede Woche Lord Luciens Darkmore auf seinem Schloss, um sich dem mysteriösen Mann zu unterwerfen. Die Dorfbewohner meiden ihn, denn es heißt, er sei verflucht und sein Gesicht nach einem Unfall entstellt. Deshalb trägt er eine Maske.

Miranda darf ihn nie ansehen, ihn nicht küssen und nur berühren, wenn er es befiehlt. Langsam schafft sie es, den kalten Schlossherren aufzutauchen – bis ihr ein gravierender Fehler passiert …
(Quelle Amazon)



Beurteilung:

Ist es möglich sich in jemanden so Mystisches zu verlieben? Dem man sich zwar auf sexueller Basis komplett unterwirft, sich emotional ihm aber nicht nähern darf? Ist dies wirklich Liebe und kann dies überhaupt eine Zukunft haben? Oder zerstört ein kurzer, unbedachter Moment das Vertrauen und die „Nähe“?

In gewohnten flüssigen und harmonischen Schreibstil beschreibt Inka Loreen Minden die langsam entwickelnde Liebesgeschichte zwischen dem geheimnisvollen Lord und Miranda.


Kurzum eine sehr gelungene erotische Auslegung und Neuerzählung von „Die Schöne und das Biest“. Sinnlich, erotisch und authentisch in einen schönen Plot verpackt, der zeitgleich zum Träumen einlädt, aber auch das eigene Kopfkino bedient. Dabei werden auch SM-Elemente integriert, so findet man u.a. Dominanz und Unterwerfung, aber auch Liebe in dieser angenehmen Kurzgeschichte wieder.

Sonntag, 4. Januar 2015

Unerwartete Lust: Zwischen Liebe und Lust von Don Ramirez















Inhalt:


Don Ramirez, ein Mann, der die Frauen liebt. Er erzählt in seinem ersten Buch darüber, wie er seine erste große Liebe trifft und erinnert sich daran, welche wilden Abenteuer und auch schmerzhaften Erlebnissen er auf dem Weg zu einer aufregenden Beziehung erlebte.
(Klappentext)




Beurteilung:


Zugegebener Massen war ich zu Beginn sehr skeptisch, wie man seine sexuellen Erlebnisse interessant in einen Roman einbinden kann. Weswegen ich sehr neugierig war, nach der Rezensionsanfrage des Autors. Und ich wurde positiv überrascht. Das Grundgerüst bildet die Erzählung über die erste große Liebe von Don Ramirez, mit all seinen Höhen und Tiefen, die eine junge Fernbeziehung so mit sich bringt. Eingebettet in dieses Grundgerüst erzählt uns der Autor in Form von Flashbacks, hervorgerufen durch Gegebenheiten, Gegenständen, etc, seine sexuellen Eskapaden mit wechselnden Frauenbekanntschaften.

Durch den flüssigen, humorvollen und ansprechenden Schreibstil gelingt es Don Ramirez den Leser unmittelbar in die Geschichte zu ziehen und an diese zu binden.

Äußerst authentisch und plausibel beschreibt er dabei seine Gedanken, seine Gefühle und seine Hoffnungen. Die einen werden mehr, die anderen weniger erfüllt.

Die einzelnen expliziten Liebesszenen werden sinnlich, authentisch, liebevoll und sehr erotisch dargestellt. Jede eingebundene Erzählung ist für sich heiß und hocherotisch. Sehr glaubwürdig beschreibt er dabei auch seine Unsicherheiten in Bezug auf einzelne Praktiken, aber auch seiner Neugier auf Neues. Dass dabei auch das ein oder andere nicht so läuft, wie geplant, lässt seinen Roman noch realistischer und „menschlicher“ wirken.

Dabei stellt er sich nicht ausschließlich als den „großen“ Verführer dar, sondern berichtete auch von Gegebenheiten, in denen er der sexuellen Dominanz einzelner Damen mehr oder weniger ausgeliefert ist, oder auch Gegebenheiten, bei denen er mehr Gefühle investiert, um dann erkennen zu müssen, dass diese nur einseitiger Natur sind. Zwischen Liebe und Lust als Untertitel wurde aus meiner Sicht deshalb mehr als passend gewählt.

Bereits an der Covergestaltung kann man das Genre Erotik ableiten: sexy, heiß und ansprechend.

Abschließend möchte ich sagen, dass es ein sehr gelungener erotischer Roman aus der Feder eines männlichen Autors ist, der mich fesselte, neugierig machte, aber teilweise auch verblüfte. Tiefe Gefühle, oberflächliche Bekanntschaften und Affären, aber auch Enttäuschungen und Träume werden in diesem Roman behandelt. Alles Themen aus dem wirklichen Leben.


Vielen Dank Don Ramirez für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Montag, 22. Dezember 2014

Die Sklavin des Dämons von Lisa Skydla
















Inhalt:

Jill trauert nach all den Jahren immer noch ihrem verstorbenen Herrn hinterher. Auch wenn jeder der Meinung ist, dass sie langsam darüber wegkommen sollte, schafft sie es einfach nicht, sich auf jemanden einzulassen. Erschwerend kommt auch hinzu, dass Jill keine Modelmaße hat und auf den SM-Partys immer nur die Volltrottel anzieht. Das ändert sich eines Tages, als sie dem gutaussehenden Damon begegnet.

Jill kann nicht glauben, dass ein solcher Mann ein ehrliches Interesse an ihr hat, also setzt Damon Himmel und Hölle in Bewegung, um es ihr zu beweisen. Nur eins weiß Jill zu diesem Zeitpunkt noch nicht … Damon ist kein Mensch.
SM-Liebesroman
(Quelle Amazon)



Beurteilung:

Was tun, wenn man so in seiner Trauer gefangen ist und diese allein nicht zu bewältigen ist? Wenn man nichts als Verachtung, Hohn und Spott erfährt? Ist man da jemals wieder in der Lage zu vertrauen und zu lieben? Und wie erkennt man wer es ernst mit einem meint?

Bei „Sklavin des Dämons“ handelt es sich um das 1. Buch des Dämonenduos von Lisa Skydla. Die Bücher sind in sich abgeschlossen und können auch unabhängig voneinander gelesen werden.

Wie bereits in „Emma – Eigentum des Dämons“ besticht die Autorin auch hier wieder mit einem wortgewandten  und flüssigen Schreibstil. Der Plot ist gut durchdacht und sowohl einfühlsam, als auch fesselnd umgesetzt.

Die Selbstzweifel, Unsicherheiten und das Misstrauen Jills anderen gegenüber werden äußerst plausibel, emotional und authentisch dargestellt. Wem ging es nicht selbst schon mal so, dass man als etwas fülligere Person abschätzige Blicke und Hohn auf sich zog? Eine Identifikation, gerade mit Jills Gefühlswelt ist unweigerlich gegeben. Aber ebenso mit Damon. Dieser besticht durch sein Einfühlungsvermögen, Verständnis und seiner Geduld, aber auch seiner bedingungslosen Liebe.

Berührungspunkte bzgl. SM gibt es in diesem Roman immer wieder. Jedoch wird dies in den meisten Fällen nur randständig angeschnitten und die vertrauensvolle, liebend Beziehung der Protagonisten in den Vordergrund gestellt. Jedoch wird auch die eine oder andere SM-Technik beschrieben. Personen, die mit dieser Auslebung der Sexualität Probleme haben, sollten evtl. diesen Roman nicht lesen.

Die expliziten Sexszenen werden sehr geschmackvoll und sinnlich dargestellt, ohne in irgendeiner Weise anstößig oder anrüchig zu wirken. Vielmehr strahlen sie absolutes Vertrauen dem Dom bzw. der Sub gegenüber aus.

Die Geschichte an sich ist in sich stimmig und toll umgesetzt. Sie ist sowohl unterhaltsam, fesselnd, als auch zum Träumen einladend. Im Nu sind die 346 Seiten gelesen. Ein rundum gelungenes Werk, das mir angenehme Lesestunden bescherte.


Vielen Dank an die Autorin Lisa Skydla für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Ich will es hart von Sira Rabe
















Inhalt:


Die junge Kommissarin Leyla stößt bei ihren Ermittlungen auf die fremde Welt der sexuellen Unterwerfung und bleibt dabei nicht nur kühle Beobachterin…

Lisa träumt schon lange davon, von einem Mann dominiert zu werden. Ihr Freund traut sich das nicht zu. Doch dann erhält sie von ihm einen erotischen Gutschein für ein fesselndes Erlebnis im Bondage-Club…

Ein junger Mann verliebt sich in eine temperamentvolle Tangotänzerin. Schon bald merkt er, dass sie ihm nur beim Tanzen die Führung überlässt…

Die besten erotischen Stories von SM-Expertin Sira Rabe – endlich in einem Band
(Klappentext)




Beurteilung:


Das Buch hält, was es verspricht: eine Ansammlung von sehr gelungenen und hocherotischen SM-Kurzgeschichten. Die Autorin Sira Rabe besticht mit einem überaus flüssigen und angenehmen Schreibstil, interessanten und authentischen Plots, sowie ausreichend Spielraum für das eigene Kopfkino des Lesers.

Die einzelnen Geschichten sind in sich stimmig und authentisch beschrieben. Je nach eigener Gefühlslage findet auch einmal mehr, das andere Mal weniger eine Identifizierung mit einem Part der Hauptprotagonisten statt, oder lädt einfach ein zum Träumen und Genießen.

Die expliziten Sexszenen, mit SM-Anteilen, werden geschmackvoll und in keinster Weise anrüchig oder obszön in Szene gesetzt. Obwohl die Gefühle, als auch die Techniken in den einzelnen Geschichten sehr genau umschrieben werden, bleibt dennoch genügend Spielraum für die eigenen Fantasie und Kopfkino des Lesers.

Die Autorin beschreibt in ihren Kurzgeschichten verschiedene Alltagssituationen und/oder Beziehungssituationen, die so jederzeit nachvollziehbar bei einem selber, oder bei Bekannten auftreten könnten – denn wer kann schon in die Köpfe von Anderen schauen um zu erkennen, welche verborgene Wünsch dort lauern, die irgendwann an die Oberfläche dringen. Sehr plausibel beschreibt sie dabei auch die einzelnen Gefühle der Hauptprotagonisten, die plötzlich erkennen, dass tief in ihnen verborgen gewisse Sehnsüchte und Wünsche schlummern. Dieses Eingestehen und Erkennen, aber ebenso die Angst vor dem „anders sein“ und vor dem Umfeld wird sehr getroffen dargestellt. Dabei ist es völlig irrelevant ob sich die Kurzgeschichte um einen inszenierten Treuetest, unbewusstes Träumen oder z. B. die Aufklärung eines Mordfalles beinhaltet. Rundherum stimmig, erotisch und sinnlich.

Meine absolute Lieblingsgeschichte war „Eros Undercover“ – warum? Kann ich nicht genau benennen, aber die ging mir unter die Haut und hat mich am meisten berührt.

Allerdings sollten Leser, die mit SM nichts anfangen können und diese Art der Auslebung der Sexualität ablehnen, dieses Buch nicht lesen. Es erfordert ein gewisses Maß an Toleranz.

Für alle Freunde der erotischen SM-Literatur ein absolutes Muss!


Vielen Dank an Sira Rabe für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Montag, 20. Oktober 2014

Touch of Trust von Linda Mignani














Inhalt:


Olivia Waters kehrt gebrochen in die Staaten zurück, fest entschlossen, ihre grauenvolle Vergangenheit hinter sich zu lassen und ein neues Leben aufzubauen. Sie findet Zuflucht bei ihrem Bruder Alexander, der ihr auch einen Job in dem Architekturbüro von David Salazar verschafft.
Olivia kennt David aus ihrer Teenagerzeit. Was sie damals eine Schwärmerei für sie war, bricht nun wie ein Flächenbrand aus! Doch die Schatten der schrecklichen Erlebnisse lassen sie nicht los. Als sie in Panik gerät, und Gefahr läuft, ihren letzten Halt zu verlieren, schlägt David ihr einen Deal vor: Eine Woche mit ihm allein in einer einsamen Hütte, abgeschnitten von Rest der Welt.
David stellt allerdings Bedingungen – sie muss ihm genug vertrauen, um sich ihm gänzlich zu unterwerfen…




Beurteilung:


Was wenn die Seele so verwundet ist, dass das Leben nur noch in grau und schwarz regiert? Wenn Schuldgefühle dein Leben dominieren und die Menschen, die dich bedingungslos lieben keinen Zugang zu deiner Seele mehr finden, was sie verzweifeln lässt und sie deshalb zu drastischen Mitteln greifen? Kann eine Liebe die Schatten der Vergangenheit überwinden und in der Zukunft existieren, die von Dominanz und Unterwerfung geprägt ist? …

Dies war mein erster Roman von Linda Mignani und definitiv nicht der letzte. Die Autorin besticht mit einem sehr detaillierten und einfühlsamen Schreibstil. Innerhalb weniger Seiten ist der Leser in die Geschichte um Olivia, Alexander und David abgetaucht und schafft es kaum noch das Buch aus der Hand zu legen. Linda Mignani berührt mit ihrer plastischen Wortwahl die Seele des Lesers, er leidet, weint und lacht mit den überaus sympathischen Hauptprotagonisten.

Sehr sensibel, dennoch ungewöhnlich, aber trotzdem vorstellbar, beschreibt die Schriftstellerin die Aufarbeitung der „Schatten der Vergangenheit“ – ein überaus heikles Thema -  von Olivia. Bedingungslose Liebe, Vertrauen, Freundschaft und Leidenschaft werden in diesem Werk genauso behandelt, wie Selbstzweifel, Ängste und das Gefühl der Unzulänglichkeit. Die Autorin verbindet eine Vielzahl an Emotionen in ihrem Werk, so dass man als Leser während des Lesens emotional an den Roman gefesselt ist, d.h. man kommt nicht umhin mit Olivia zu weinen, mit Alexander und Oliver zu verzweifeln und über die schlimme Vergangenheit Olivias zu rätseln… Aber auch die Selbstzweifel sind mehr als plausibel und nachvollziehbar für den Leser.

Gekonnt integriert sie Elemente von Dominanz und Unterwerfung, von Master und Sub – kurz gesagt ein überaus sinnlicher und erotischer BDSM-Roman. Die expliziten Erotikszenen werden geschmackvoll dargestellt und wirken in keinsterweise  anrüchig oder vulgär, sondern überaus sinnlich und erotisierend. Für Leser, die hier eine einfachgestrickt Liebesgeschichte suchen und nicht offen sind für BDSM, muss ich von diesem Buch abraten. Er erfordert Offenheit und Toleranz gegenüber dieser sexuellen Orientierung.

Dies ist der 3. Teil der Insel-Reihe, in sich abgeschlossen und kann auch ohne die vorherigen Teile gelesen zu haben gelesen werden.

Für Liebhaber dieses Genres ein absolutes Muss und klare Empfehlung meinerseits. Mich hat die Autorin komplett überzeugt, an ihr Buch gefesselt und neugierig auf mehr von ihr gemacht, weshalb ich mit 100%iger Sicherheit noch weitere Romane von ihr lesen werde.