Inhalt:
Jill trauert nach all den Jahren
immer noch ihrem verstorbenen Herrn hinterher. Auch wenn jeder der Meinung ist,
dass sie langsam darüber wegkommen sollte, schafft sie es einfach nicht, sich
auf jemanden einzulassen. Erschwerend kommt auch hinzu, dass Jill keine
Modelmaße hat und auf den SM-Partys immer nur die Volltrottel anzieht. Das
ändert sich eines Tages, als sie dem gutaussehenden Damon begegnet.
Jill kann nicht glauben, dass ein
solcher Mann ein ehrliches Interesse an ihr hat, also setzt Damon Himmel und
Hölle in Bewegung, um es ihr zu beweisen. Nur eins weiß Jill zu diesem
Zeitpunkt noch nicht … Damon ist kein Mensch.
SM-Liebesroman
(Quelle Amazon)
Beurteilung:
Was tun, wenn man so in seiner
Trauer gefangen ist und diese allein nicht zu bewältigen ist? Wenn man nichts
als Verachtung, Hohn und Spott erfährt? Ist man da jemals wieder in der Lage zu
vertrauen und zu lieben? Und wie erkennt man wer es ernst mit einem meint?
Bei „Sklavin des Dämons“ handelt
es sich um das 1. Buch des Dämonenduos von Lisa Skydla. Die Bücher sind in sich
abgeschlossen und können auch unabhängig voneinander gelesen werden.
Wie bereits in „Emma – Eigentum des
Dämons“ besticht die Autorin auch hier wieder mit einem wortgewandten und flüssigen Schreibstil. Der Plot ist gut
durchdacht und sowohl einfühlsam, als auch fesselnd umgesetzt.
Die Selbstzweifel, Unsicherheiten
und das Misstrauen Jills anderen gegenüber werden äußerst plausibel, emotional
und authentisch dargestellt. Wem ging es nicht selbst schon mal so, dass man
als etwas fülligere Person abschätzige Blicke und Hohn auf sich zog? Eine Identifikation,
gerade mit Jills Gefühlswelt ist unweigerlich gegeben. Aber ebenso mit Damon.
Dieser besticht durch sein Einfühlungsvermögen, Verständnis und seiner Geduld,
aber auch seiner bedingungslosen Liebe.
Berührungspunkte bzgl. SM gibt es
in diesem Roman immer wieder. Jedoch wird dies in den meisten Fällen nur
randständig angeschnitten und die vertrauensvolle, liebend Beziehung der
Protagonisten in den Vordergrund gestellt. Jedoch wird auch die eine oder
andere SM-Technik beschrieben. Personen, die mit dieser Auslebung der
Sexualität Probleme haben, sollten evtl. diesen Roman nicht lesen.
Die expliziten Sexszenen werden sehr
geschmackvoll und sinnlich dargestellt, ohne in irgendeiner Weise anstößig oder
anrüchig zu wirken. Vielmehr strahlen sie absolutes Vertrauen dem Dom bzw. der Sub
gegenüber aus.
Die Geschichte an sich ist in
sich stimmig und toll umgesetzt. Sie ist sowohl unterhaltsam, fesselnd, als
auch zum Träumen einladend. Im Nu sind die 346 Seiten gelesen. Ein rundum
gelungenes Werk, das mir angenehme Lesestunden bescherte.
Vielen Dank an die Autorin Lisa Skydla für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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