Inhalt:
Jules kehrt völlig ausgebrannt
aus Japan zurück ins heimische Boothbay Harbor. Hier will sie ihr Leben neu
ordnen und endlich zur Ruhe kommen. Doch schon der Rückflug verläuft nicht nach
Plan und kostet sie fast die letzten Nerven. Als sie dann auch noch mit einem
unverschämten Macho zusammenstößt, hat sie endgültig genug. Sie ahnt nicht,
dass das Schicksal ihr bereits am nächsten Tag genau diesen Mann ins Leben
schubst. Wochenlang treibt Gabe sie mit seiner Arroganz zur Weißglut, aber
dennoch kreisen ihre Gedanken mehr und mehr um diesen unnahbaren Kerl und ihre
Gefühle begeben sich auf eine rasante Berg- und Talfahrt, bis ein kleiner
Unfall und dessen Folgen die Beiden endlich ein wenig näher bringt.
Wer meinen Debütroman „Eine
Chance für die Zukunft“ gelesen hat, dem werden das keine Städtchen in Maine
und auch Annie und Colin hier wieder begegnen. Obwohl beide Bücher zeitlich
aufeinander anschließen, sind sie unabhängig voneinander und in sich abgeschlossen.
Mittlerweile ist auch der dritte Teil „Stumme Verzweiflung – wenn alles
verloren scheint“ erschienen.
(Quelle Amazon)
Beurteilung:
Wie nach „Eine Chance für die Zukunft“ bereits versprochen
hier der 2. Teil aus Boothbay Harbor.
Auch hier ist es Kerry Greine
wieder gelungen, mich zu Tränen zu rühren. Durch ihren schönen, flüssigen und
ausdrucksstarken Schreibstil sah ich mich emotional mit Jules verbunden. Nach
und nach erfährt man beim Lesen die tragische Kindheit von Jules, die bis in
die Gegenwart ihre Auswirkungen hat. Jules scheint auf den ersten Blick als
sehr selbstbewusst, dennoch nagen tief in ihr zerstörerischer Selbstzweifel und
Minderwertigkeitsgefühle, die durch das arrogante und abweisende Verhalten von
Gabe noch verstärkt werden. Nichts desto trotz herrscht zwischen Gabe und Jules
von Anfang an eine sexuell-erotische Spannung, gegen die die Beide irgendwann nicht
länger ankämpfen können und sich in eine kurze und v.a. für Jules schmerzhafte
Affäre stürzen mit unerwarteten Folgen! Gabes Verhalten beruht auf seiner sehr
schmerzlichen Vergangenheit, so dass er in Jules nie mehr als eine „Freundin
mit gewissen Vorzügen“ sehen kann. Jules kann sich jedoch mit dieser Situation
nicht arrangieren und es kommt zum „Supergau“…
Auch hier ist das Cover wieder
mit Bedacht gewählt: Sicht von einem Hafen über einen Leuchtturm hinweg mit
aufgehender/untergehender Sonne am Horizont. Symbolisch ist alles beinhaltet, was den Leitfaden des
Liebesromans darstellt: Hoffnung (aufgehende
Sonne), Verzweiflung/Ängste (untergehende
Sonne) und der Leuchtturm zeigt den Weg und
der Hafen für Heimkommen/Ankommen/Sicherheit.
Die Liebesszenen von Gabe und
Jules sind sehr gefühlvoll beschrieben und laden zum Träumen ein.
Durch den flüssigen Schreibstil
vergeht die Lesezeit im Nu und schon ist man leider bereits am Romanende, d.h.
kein Aufkommen von Langeweile oder Langatmigkeit. So ging es mir auf jeden
Fall. Auch hier konnte ich mit den Hauptfiguren lachen, weinen und mitleiden.
Dennoch verrät Kerry Greine nicht zu viel, so dass auch hier das Kopfkino
angekurbelt wird.
Dieser Roman ist in sich
abgeschlossen und kann unabhängig vom Ersten gelesen werden. Meine Empfehlung
jedoch: fangt mit dem Ersten an und lest dann diesen hier, denn ich finde, auch
wenn sie in sich abgeschlossen sind, gehören sie doch zusammen.
Danke Kerry, für das
Rezensionsexemplar!
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