Inhalt
16- Stunden-Tage in der Bank, die
Wochenenden auf der Piste, flüchtige Bekanntschaften – so sieht Jannes Leben
aus, bis sie beschließt, alles hinzuwerfen und in ihrer Heimatstadt Hamburg
zurückzukehren.
Ihre Vorsätze, sich von Männern
fernzuhalten werden gleich von mehreren Seiten torpediert.
Der smarte Makler Tammo und
Surferboy Callen, der Manieren für ein Fremdwort hält, bringen alles
durcheinander.
Während der eine ihre
totgeglaubten Gefühle weckt, bringt der andere sie regelmäßig auf die Palme.
(Quelle Amazon)
Beurteilung
Wer dachte „Ein Tropfen Liebe…“
ist bereits das emotionalste und authentischste Werk von Kerry Greine – der hat definitiv „Wie eine Spur im Sand“ noch
nicht gelesen.
Äußerst authentisch und
realistisch beschreibt die Autorin die sympathische Hauptprotagonistin Janne
und ihren inneren Kampf zurück ins Leben. Einfühlsam vermittelt uns Kerry
Greine das Gefühlschaos und die auffressenden Schuldgefühle Jannes, weshalb sie
sich emotional einen Schutzpanzer angelegt hat, den bisher keiner wirklich
durchbrechen konnte … bis jetzt…
Dabei muss auch Janne erkennen,
dass der erste Eindruck einer Person leider nicht immer den wahren Charakter seines
Gegenübers wiederspiegelt.
Taktvoll und ergreifend behandelt
die Autorin Kerry Greine auch in diesem Roman sensible Themen wie
Schuldzuweisung an einem Todesfall, oder eine äußerst heikle gesellschaftliche
Problematik: Verabreichung von K.O.-Tropfen für einen geplanten sexuellen
Übergriff.
Es handelt
sich hierbei nicht einfach nur um eine Liebesgeschichte, sondern um eine
Geschichte mit Tiefgang und Tragik. Dabei werden Probleme aufgearbeitet, denen
wir auch im realen Leben so begegnen können.
Der Roman
weißt einen flüssigen und angenehmen Schreibstil auf, der durch die
Wortgewandtheit von Kerry Greine stellenweise sehr ergreifend und emotional
anmutet. Jedoch erzeugt die Autorin auch durch häppchenweisen Andeutungen und
wohldosierten Informationen zu Jannes Vergangenheit einen gewollten
Spannungsaufbau.
Dabei wendet
Kerry Greine eine personale Erzählsituation an, d.h. die Hauptprotagonistin
fungiert zeitgleich als Reflektor. Somit kann dem Leser auch die Gefühlswelt
Jannes eindrucksvoll nahegebracht werden.
Prägende
Ereignisse im Leben verschwinden nicht einfach „wie eine Spur im Sand“, sondern
werden „von Wellen mitgenommen. Davongetragen in ein neues Leben…“ (Zitat aus „Wie
eine Spur im Sand“) – man muss sich seinen Ängsten nur stellen und diese auch
zulassen bzw. aufarbeiten.
Zusammenfassend
möchte ich sagen, dass mich auch hier der fesselnde und flüssige Schreibstil
überzeugte. Der Plot ist gut durchdacht und authentisch wiedergegeben.
Emotional hat mich die Autorin erreicht und die rund 290 Seiten mich in ihren
Bann gezogen.
Auch wenn dies
indirekt eine Fortsetzung von „Ein Tropfen Liebe…“ ist, können beide Romane
unabhängig voneinander gelesen werden und sind in sich abgeschlossen.
Vielen Dank
für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, Kerry Greine.
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