Inhalt
Luisa hat ihr Leben satt. Sie
sitzt stundenlang am Computer, hängt nur noch im Internet rum und hat jeglichen
Kontakt zum wirklichen Leben verloren. Ihr Freund Alex, den sie auch nur von
Facebook kennt, lädt sie ein, ihn zu besuchen und so landet Luisa zufällig auf
Hawaii.
Doch anstatt mit einem Mai Tai
und einem gut aussehenden Mann in Waikiki am Strand zu sitzen, findet sie sich
unter einer Autobahnbrücke wieder, überfallen und ausgeraubt. Luisa versucht
Anja, ihre ehemals beste Freundin, zu erreichen. Vergeblich. Der wortkarge
Polizist Beni Korea will ihr helfen und scheint sehr an ihr interessiert zu
sein. Aber dann bekommt Luisa noch viel größere Probleme und auch Detective
Korea weiß keine Lösung. Anja ist die Einzige, die ihrer besten Freundin den
Weg zeigen kann.
(Klappentext)
Beurteilung
In ihrem Roman „Zufällig Hawaii“
vereint die Autorin Sabine Landgraeber zwei Geschichten. Zum einen die
Geschichte um Luisa und dem Alptraum, der sie auf Hawaii heimsucht, und auf der
anderen Seite die Geschichte um Anja, die ehemals beste Freundin Luisas, die
mit ihren eigenen hausgemachten Problemen in Deutschland kämpfen muss. Zwei
einzelne Schicksalsschläge, verbunden durch eine ehemals tiefe Freundschaft,
die nach und nach wieder aufblüht und beide Frauen wieder vereint.
Kann ein Neustart bzw. Abstand in
einem fernen Land wirklich funktionieren? Was, wenn man sich ausgerechnet dann
in einem absoluten Alptraum wiederfindet? Allein, ausgeraubt, auf die Hilfe
Fremder angewiesen? Wenn man sich erst in dieser Situation alter, abgebrochener
Freundschaft besinnt? Kann es noch Hoffnung
geben? Und welche Rolle spielt der sympathische Polizist Beni?
In einem lebhaften und flüssigen
Schreibstil entführt die Autorin Sabine Landgraeber ihren Leser auf das
traumhafte Hawaii und in die Gefühls- und Gedankenwelt der naiv anmutenden
Hauptprotagonistin Luisa.
Authentisch und nachvollziehbar
werden die Gefühls- und Gedankenregungen von Luisa, aber auch von Anja, durch
die wechselnde Erzählperspektive dargestellt. Häppchenweise – gekonnt an den
richtigen Stellen - erfährt der Leser die bewegenden Hintergründe, die hinter
der Geschichte von Luisa und Anja stecken. Dabei werden Themen wie Hoffnungslosigkeit,
Selbstzweifel, aber auch Liebe und Freundschaft thematisiert.
In erster Linie geht es in dem
Roman nicht um Liebe, sondern um Freundschaft, Vertrauen und dem Mut eines
Neuanfanges.
Der Plot ist gut durchdacht und
die Schauplätze werden plastisch beschrieben, so dass man beim Lesen in den
Bann der Insel und die Freundlichkeit der Inselbewohner gezogen wird.
Zusammenfassung
Ein unterhaltsamer Roman für
Zwischendurch, der eine Reihe an Emotionen und wahren Werten verbindet. Flüssig, bildhaft und authentisch
stellt die Autorin ihren Plot dar. 254 Seiten, die den Leser in eine traumhafte
Kulisse entführen.
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