Inhalt:
Wer einen Einwand gegen diese Hochzeit vorzubringen hat, der möge jetzt
sprechen oder für immer schweigen …
Scheidungsanwältin Annabelle
Coakley ist entsetzt, als ihre verwitwete Mutter ihr mitteilt, dass sie vorhat,
einen abgehalfterten Filmstar mit einer ganzen Riege Exfrauen zu heiraten.
Annabelle packt die Koffer und reist zu ihrer Mutter mit nur einem Ziel vor
Augen: die Hochzeit zu stoppen!
Banker Clay Castleberry ist mehr
als irritiert, als er erfährt, dass sein Vater – schon wieder – verlobt ist.
Also lässt er alles stehen und liege und eilt nach Atlanta – das Bargeld
griffbereit, um seinen Vater aus den Klauen der nächsten geldgierigen Frau zu
befreien.
Als Clay Annabelle zunächst für
die neue Verlobt seines Vaters hält, ist das nicht unbedingt ein
verheißungsvoller Auftakt für die beiden. Zu ihrem nicht geringen Entsetzen
müssen sie jedoch feststellen, dass nicht nur Misstraue, sondern leider auch
eine unwiderstehliche Anziehungskraft zwischen ihnen wächst.
(Quelle Klappentext)
Beurteilung:
Bereits zu Beginn sitzt Clay
einem fatalen Irrtum auf, indem er die Tochter der Verlobten seines Vaters
irrtümlich für die Verlobte selbst hält und ihr 20.000 Dollar anbietet um
seinen Vater „freizukaufen“… Dabei haben doch Clay und auch Annabelle die
gleiche Intension: die Hochzeit von Martin und Belle zu stoppen! Jeder kämpft
für sich allein. Dabei wird kein „Fettnäpfchen“ ausgelassen. Anstatt mit offenen
Karten zu spielen, dominieren Intrigen, Verdächtigungen und verletzter Stolz
das Geschehen. Doch mit der Liebe hat von ihnen keiner gerechnet: weder der
wahren Liebe zwischen den Eltern, noch dass diese auch einen selbst überraschen
könnte …
Hier könnte man passend zur
Geschichte die Weisheit „Liebe überwindet alles“ anbringen. Denn darauf läuft
es im Kern der Geschichte hinaus. Trotz aller Intrigen, Verletzungen,
Verdächtigungen und Beschuldigungen, erblüht eine zarte Blume: die Liebe
zwischen den beiden Hauptprotagonisten, die sich ja „eigentlich“ nicht leiden
können. Durch den angenehmen und bildhaften Schreibstil der Autorin kann man
beim Lesen förmlich das Knistern zwischen Clay und Annabelle spüren. Sehr
plastisch stellt Stephanie Bond auch die Beweggründe der beiden Kinder dar: die
uneingeschränkte Liebe zu ihren Eltern und das Gefühl diese vor einer Dummheit
beschützen zu müssen. Verstärkt wird dies durch die wechselnde Ansicht der
Erzählperspektive.
Den Titel „Stoppt die Hochzeit“
findet man selber im Buch wieder: an der Trauungszeremonie von Martin und
Belle.
Das Cover ist gelungen zum Titel
gewählt: ein tanzendes Brautpaar im Vordergrund und der Titel in einem
Stoppschild übergroß im Hintergrund.
Mir hat das Buch sehr gut
gefallen: es lässt sich gut lesen und beschert angenehme Lesestunden mit einer
humorvollen, aber auch ernsten Story. Als Leser muss man unweigerlich beim
Lesen sowohl schmunzeln und lachen, aber es kommen auch Gefühle wie Entsetzen
und Trauer – mit der ein oder anderen Träne – auf: sehr emotionaler Roman.

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