Dienstag, 5. Mai 2015

Zufällig Hawaii von Sabine Landgraeber














Inhalt

Luisa hat ihr Leben satt. Sie sitzt stundenlang am Computer, hängt nur noch im Internet rum und hat jeglichen Kontakt zum wirklichen Leben verloren. Ihr Freund Alex, den sie auch nur von Facebook kennt, lädt sie ein, ihn zu besuchen und so landet Luisa zufällig auf Hawaii.
Doch anstatt mit einem Mai Tai und einem gut aussehenden Mann in Waikiki am Strand zu sitzen, findet sie sich unter einer Autobahnbrücke wieder, überfallen und ausgeraubt. Luisa versucht Anja, ihre ehemals beste Freundin, zu erreichen. Vergeblich. Der wortkarge Polizist Beni Korea will ihr helfen und scheint sehr an ihr interessiert zu sein. Aber dann bekommt Luisa noch viel größere Probleme und auch Detective Korea weiß keine Lösung. Anja ist die Einzige, die ihrer besten Freundin den Weg zeigen kann.
(Klappentext)


Beurteilung

In ihrem Roman „Zufällig Hawaii“ vereint die Autorin Sabine Landgraeber zwei Geschichten. Zum einen die Geschichte um Luisa und dem Alptraum, der sie auf Hawaii heimsucht, und auf der anderen Seite die Geschichte um Anja, die ehemals beste Freundin Luisas, die mit ihren eigenen hausgemachten Problemen in Deutschland kämpfen muss. Zwei einzelne Schicksalsschläge, verbunden durch eine ehemals tiefe Freundschaft, die nach und nach wieder aufblüht und beide Frauen wieder vereint.

Kann ein Neustart bzw. Abstand in einem fernen Land wirklich funktionieren? Was, wenn man sich ausgerechnet dann in einem absoluten Alptraum wiederfindet? Allein, ausgeraubt, auf die Hilfe Fremder angewiesen? Wenn man sich erst in dieser Situation alter, abgebrochener Freundschaft besinnt? Kann es noch Hoffnung  geben? Und welche Rolle spielt der sympathische Polizist Beni?

In einem lebhaften und flüssigen Schreibstil entführt die Autorin Sabine Landgraeber ihren Leser auf das traumhafte Hawaii und in die Gefühls- und Gedankenwelt der naiv anmutenden Hauptprotagonistin Luisa.

Authentisch und nachvollziehbar werden die Gefühls- und Gedankenregungen von Luisa, aber auch von Anja, durch die wechselnde Erzählperspektive dargestellt. Häppchenweise – gekonnt an den richtigen Stellen - erfährt der Leser die bewegenden Hintergründe, die hinter der Geschichte von Luisa und Anja stecken. Dabei  werden Themen wie Hoffnungslosigkeit, Selbstzweifel, aber auch Liebe und Freundschaft thematisiert.

In erster Linie geht es in dem Roman nicht um Liebe, sondern um Freundschaft, Vertrauen und dem Mut eines Neuanfanges.

Der Plot ist gut durchdacht und die Schauplätze werden plastisch beschrieben, so dass man beim Lesen in den Bann der Insel und die Freundlichkeit der Inselbewohner gezogen wird.

Zusammenfassung

Ein unterhaltsamer Roman für Zwischendurch, der eine Reihe an Emotionen und wahren Werten  verbindet. Flüssig, bildhaft und authentisch stellt die Autorin ihren Plot dar. 254 Seiten, die den Leser in eine traumhafte Kulisse entführen.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, SabineLandgraeber

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