Mittwoch, 7. Januar 2015

Hot Dogs zum Frühstück von Elke Becker















Inhalt :

Romana hat die Nase gestrichen voll. Seit geraumer Zeit verhält sich ihr Mann eigenartig und eröffnet ihr unverhofft, dass er sich in ihrer Ehe eingeengt fühlt. Er vermisst seine Freiheit. Die kann er haben, denkt sich Romana und stützt sich Hals über Kopf in ein Abenteuer: Sie will mit einem alten VW-Bus die berühmte Route 66 befahren.

Unterwegs schließen sich ihr Damaris, Hanna und Adelheid an. Auch sie verbinden ihre ganz persönlichen Wünsche, Hoffnungen und Träume mit der Reise.

Vier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ein VW-Bus, und die Suche nach dem großen Glück.

Ein Roadtrip um Selbstfindung, Liebe, Sehnsucht und die Lust am Leben, eingebettet in die einzigartige Landschaft der Route 66.




Beurteilung:

Sehr überrascht war ich, als die Autorin anfragte, ob ich ihren neuen Roman „Hot Dogs zum Frühstück“ rezensieren wolle. Aus Neugier wurde Überraschung und aus Überraschung Dankbarkeit. Ich bin der Autorin Elke Becker überaus dankbar, dass sie mir die Gelegenheit gab, dieses überragende und sehr emotionale Werk zu lesen! So viel vorne weg: es ging mir unter die Haut, womit ich ehrlich gesagt nicht gerechnet hatte.

Was tun, wenn man plötzlich vor einem „Lebens-Scherbenhaufen“ steht? Kann eine Flucht nach vorne überhaupt gelingen? Kann ein Wagnis ins Abenteuer gleichzeitig ein Weg zurück zu sich selbst und in eine glückliche Zukunft sein? Doch was bedeutet überhaupt Glück? …

Ein bunt zusammengewürfelter „Haufen“ Frauen macht sich auf, die Route 66 zu befahren. Jede von sich benutzt diesen Roadtrip entweder um vor ihrem Umfeld Abstand zu gewinnen, zu sich selbst zu finden, das Leben zu genießen oder um ein Versprechen einzulösen.

Mit einem flüssigen und sehr angenehmen Schreibstil fesselt einen die Autorin Elke Becker innerhalb weniger Zeilen bereits an ihren Roman. Trifft man doch auch Probleme, die die Frauen beschäftigen, die jeder von uns in der einen oder anderen Weise selbst schon einmal erlebt hat. Und sei es nur das Infrage stellen des Seins und der Zukunft.

Häppchenweise verpackt die Autorin geschickt die Geschichten und Hintergründe der einzelnen Mitreisenden, womit die Handlung nie langweilig wird. Im Gegenteil, durch diese Vorgehensweise erweckt sie beim Leser Neugier und den Drang schnell weiter zu lesen, um noch mehr über das Verhalten oder Geheimniskrämereien der Damen zu erfahren.

Gleichzeitig zu den authentischen Beschreibungen einzelner Stationen auf der Route 66, integriert Elke Becker noch eine Liebesgeschichte.

Humor aber auch Ernsthaftigkeit werden in diesem Werk verbunden, ebenso wie Liebe, Sehnsüchte und Selbstfindung. Erscheint der Roman zu Beginn noch sehr humorvoll und locker, regt er den Leser im Laufe der Handlung mehr und mehr zum Nachdenken und in-sich-gehen an. Emotional gelingt es der Autorin hervorragend den Leser zu fangen und in die Handlung zu integrieren. Ist man wirklich „nur“ Leser, oder sitzt man nicht doch mit im Bus und erlebt alles hautnah mit?

Das Cover wurde mehr als passend zum Roman gewählt: ein weiß-grüner VW-Bus mit zwei (der vier) Reisenden, die relaxt vor dem Bus im Schatten liegen und relaxen - erinnert zugleich an eine Szene im Roman… - und symbolisiert aber auch den Traum von Freiheit.
„Hot Dogs zum Frühstück“ ist nicht nur der Titel, sondern steht gleichzeitig dafür, auch einmal was Ungewöhnliches zu versuchen oder einfach mal die Konventionen hinter sich zu lassen, auszubrechen und sein Glück selbst in die Hand zu nehmen.


Vielen Dank, Elke Becker, für die Überlassung eines Rezensionsexemplars.

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