Mittwoch, 4. Juni 2014

Hoffnung am Horizont - wenn alles verloren scheint von Kerry Greine













Inhalt:

Jules kehrt völlig ausgebrannt aus Japan zurück ins heimische Boothbay Harbor. Hier will sie ihr Leben neu ordnen und endlich zur Ruhe kommen. Doch schon der Rückflug verläuft nicht nach Plan und kostet sie fast die letzten Nerven. Als sie dann auch noch mit einem unverschämten Macho zusammenstößt, hat sie endgültig genug. Sie ahnt nicht, dass das Schicksal ihr bereits am nächsten Tag genau diesen Mann ins Leben schubst. Wochenlang treibt Gabe sie mit seiner Arroganz zur Weißglut, aber dennoch kreisen ihre Gedanken mehr und mehr um diesen unnahbaren Kerl und ihre Gefühle begeben sich auf eine rasante Berg- und Talfahrt, bis ein kleiner Unfall und dessen Folgen die Beiden endlich ein wenig näher bringt.

Wer meinen Debütroman „Eine Chance für die Zukunft“ gelesen hat, dem werden das keine Städtchen in Maine und auch Annie und Colin hier wieder begegnen. Obwohl beide Bücher zeitlich aufeinander anschließen, sind sie unabhängig voneinander und in sich abgeschlossen. Mittlerweile ist auch der dritte Teil „Stumme Verzweiflung – wenn alles verloren scheint“ erschienen.
(Quelle Amazon)


Beurteilung:

Wie nach „Eine Chance für die Zukunft“ bereits versprochen hier der 2. Teil aus Boothbay Harbor.
Auch hier ist es Kerry Greine wieder gelungen, mich zu Tränen zu rühren. Durch ihren schönen, flüssigen und ausdrucksstarken Schreibstil sah ich mich emotional mit Jules verbunden. Nach und nach erfährt man beim Lesen die tragische Kindheit von Jules, die bis in die Gegenwart ihre Auswirkungen hat. Jules scheint auf den ersten Blick als sehr selbstbewusst, dennoch nagen tief in ihr zerstörerischer Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle, die durch das arrogante und abweisende Verhalten von Gabe noch verstärkt werden. Nichts desto trotz herrscht zwischen Gabe und Jules von Anfang an eine sexuell-erotische Spannung, gegen die die Beide irgendwann nicht länger ankämpfen können und sich in eine kurze und v.a. für Jules schmerzhafte Affäre stürzen mit unerwarteten Folgen! Gabes Verhalten beruht auf seiner sehr schmerzlichen Vergangenheit, so dass er in Jules nie mehr als eine „Freundin mit gewissen Vorzügen“ sehen kann. Jules kann sich jedoch mit dieser Situation nicht arrangieren und es kommt zum „Supergau“…

Auch hier ist das Cover wieder mit Bedacht gewählt: Sicht von einem Hafen über einen Leuchtturm hinweg mit aufgehender/untergehender Sonne am Horizont. Symbolisch  ist alles beinhaltet, was den Leitfaden des Liebesromans darstellt: Hoffnung (aufgehende Sonne), Verzweiflung/Ängste (untergehende Sonne) und der  Leuchtturm zeigt den Weg und der Hafen für Heimkommen/Ankommen/Sicherheit.

Die Liebesszenen von Gabe und Jules sind sehr gefühlvoll beschrieben und laden zum Träumen ein.

Durch den flüssigen Schreibstil vergeht die Lesezeit im Nu und schon ist man leider bereits am Romanende, d.h. kein Aufkommen von Langeweile oder Langatmigkeit. So ging es mir auf jeden Fall. Auch hier konnte ich mit den Hauptfiguren lachen, weinen und mitleiden. Dennoch verrät Kerry Greine nicht zu viel, so dass auch hier das Kopfkino angekurbelt wird.

Dieser Roman ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig vom Ersten gelesen werden. Meine Empfehlung jedoch: fangt mit dem Ersten an und lest dann diesen hier, denn ich finde, auch wenn sie in sich abgeschlossen sind, gehören sie doch zusammen.


Danke Kerry, für das Rezensionsexemplar!



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